Deutsche Tageszeitung - Betrüger bieten Zivilpolizisten in Essen gefälschte Impfausweise an

Betrüger bieten Zivilpolizisten in Essen gefälschte Impfausweise an


Betrüger bieten Zivilpolizisten in Essen gefälschte Impfausweise an
Betrüger bieten Zivilpolizisten in Essen gefälschte Impfausweise an / Foto: ©

Auf einem Supermarktplatz in Essen haben mutmaßliche Betrüger einem Zivilpolizisten gefälschte Impfpässe zum Kauf angeboten. Nach einem Zeugenhinweis zu einem Onlineinserat für Impfausweise mit Covid-Aufklebern postierten sich Zivilpolizisten am Freitagabend auf dem Parkplatz, wo sich ihnen zwei Männer in einem Auto näherten, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Einer von ihnen habe einem Zivilbeamten unaufgefordert zwei Impfpässe zum Verkauf angeboten.

Textgröße ändern:

Um die gute Qualität der Pässe zu beweisen, habe der Tatverdächtige mehrere Chatverläufe von offenbar zufriedenen Kunden vorgezeigt und dem Polizisten dann den Impfpass gegeben. Der 29-jährige Verkäufer und sein 21-jähriger Komplize seien daraufhin vorläufig festgenommen worden.

Im Auto der beiden fand die Polizei demnach mehrere gestempelte und unterschriebene Impfausweise mit Aufklebern von Corona-Impfungen sowie einen Stempel mit der Aufschrift "Impfzentrum Essen". Darüber hinaus seien zwei Schreckschusswaffen und eine fünfstellige Summe Bargeld beschlagnahmt worden.

Bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen wurden weitere mutmaßliche Blankoimpfpässe, Etiketten und ein weiterer Stempel beschlagnahmt. Die Tatverdächtigen wurden den Angaben zufolge wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Explosion in Haus nahe Akropolis in Athen: Ein Todesopfer aus Trümmern geborgen

Nach einer Explosion in einem Wohnhaus in der Altstadt von Athen haben Rettungskräfte eine Leiche aus dem Trümmern geborgen. Bei dem Todesopfer handelt es sich vermutlich um eine Touristin aus den USA, die gemeinsam mit ihrem Ehemann und einem weiteren Paar eine Ferienwohnung in dem Gebäude gemietet hatte, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA am Samstag berichtete.

Polizei in Delmenhorst meldet einen Toten und einen Schwerverletzten

Im niedersächsischen Delmenhorst sind in der Nacht von Freitag auf Samstag zwei Männer schwer verletzt worden. Einer von ihnen starb auf dem Weg ins Krankenhaus, berichtete die Polizei am Samstagmorgen. In beiden Fällen wurden Ermittlungen eingeleitet.

Papst Leo XIV. ruft zu würdevollem Umgang mit Migranten auf

Papst Leo XIV. hat am zweiten Tag seiner Frankreichreise zu einem würdevollen Umgang mit Migranten aufgerufen. Die Menschen sollten "jene sehen, die unsichtbar sind, und jene befreien, die durch die wirtschaftliche Lage in die Sklaverei gedrängt werden", sagte der Papst bei seinem Besuch einer Einrichtung für Migranten in Paris. Die Geschichte der Kirche und der Menschheit sei nicht von denen geschrieben, die den Eindruck erwecken, zu siegen, indem sie sich durchsetzen, sondern von denen, die sich um Frieden bemühen, Vertrauen schaffen und das Leben fördern, sagte der Papst im Haus Bakhita, das die Diözese Paris eingerichtet hat.

Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch 100-Millionen-Vergleich ab

Die Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag geplanten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

Textgröße ändern: