Deutsche Tageszeitung - Moskaus nicht lebensnotwendige Geschäfte und Firmen schließen ab 28. Oktober

Moskaus nicht lebensnotwendige Geschäfte und Firmen schließen ab 28. Oktober


Moskaus nicht lebensnotwendige Geschäfte und Firmen schließen ab 28. Oktober
Moskaus nicht lebensnotwendige Geschäfte und Firmen schließen ab 28. Oktober / Foto: ©

Angesichts der dramatischen Corona-Lage in Russlands Hauptstadt Moskau hat Bürgermeister Sergej Sobjanin vom 28. Oktober bis zum 7. November die Schließung aller für die Grundversorgung nicht notwendigen Geschäfte, Unternehmen und Dienstleistungen angeordnet. Nur der Verkauf von Medikamenten, Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern sei davon nicht betroffen, teilte Sobjanin am Donnerstag mit. Erst am Dienstag hatte er erstmals seit dem Sommer wieder Corona-Restriktionen verhängt.

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In ganz Russland steigt die Zahl der täglichen Corona-Infektionen und -Todesfälle seit einiger Zeit wieder rasant an. Dies liegt auch an der niedrigen landesweiten Impfquote von rund 35 Prozent. Präsident Wladimir Putin hatte daraufhin am Mittwoch vom 30. Oktober bis 7. November "arbeitsfreie Tage" ausgerufen. In dieser Phase werde Putin nur per Videokonferenz an Veranstaltungen oder anderen Terminen teilnehmen, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag.

In Moskau ist die Lage bei weitem am Schlimmsten. Deshalb will Sobjanin nach eigenen Angaben alle Mittel ergreifen, um "so viele Infektionsketten wie möglich in kurzer Zeit zu unterbrechen". Aus Erfahrung könne er sagen, dass "arbeitsfreie Tage" dabei besonders wirksam seien.

Restaurants, Schönheitssalons, Bekleidungs- und Möbelgeschäfte, Sporthallen und Tanzschulen und andere Geschäfte und Dienstleistungen müssen laut Sobjanin komplett schließen, Theater und Museen müssen ihre Besucherzahl halbieren und einen Gesundheitspass verlangen. Ab dem 8. November wird der Gesundheitspass darüberhinaus für alle Veranstaltungen in Moskau mit mehr als 500 Besuchern Pflicht.

Am Donnerstag stellte Russland erneut einen Negativ-Rekord bei neuen Todes- und Infektionsfällen auf: Mehr als 36.000 Menschen steckten sich nach Angaben der Behörden binnen eines Tages mit dem Coronavirus an, 1036 starben an Covid-19.

(N.Loginovsky--DTZ)

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