Deutsche Tageszeitung - Mindestens 15 Tote bei Brand in russischer Sprengstoff-Fabrik

Mindestens 15 Tote bei Brand in russischer Sprengstoff-Fabrik


Mindestens 15 Tote bei Brand in russischer Sprengstoff-Fabrik
Mindestens 15 Tote bei Brand in russischer Sprengstoff-Fabrik / Foto: ©

Bei einem Brand in einer russischen Sprengstoff-Fabrik sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Ein Opfer werde mit schwersten Brandverletzungen im Krankenhaus behandelt, ein Mensch gelte noch als vermisst, teilte die Regierung der zentralrussischen Region Rjasan am Freitag mit. Das russische Ermittlungskomitee entsandte Spezialisten, um eine mögliche Verletzung der Sicherheitsstandards zu untersuchen.

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Nach Angaben der Feuerwehr brach der Brand am Morgen kurz nach 08.00 Uhr (Ortszeit) in einer Fabrikhalle des auf die Herstellung von Industriesprengstoffen und Munition spezialisierten Unternehmens Elastik im rund 300 Kilometer südlich von Moskau gelegenen Dorf Lesnoje aus.

Inzwischen sei das Feuer wieder gelöscht, und für die Anwohner bestehe keine Gefahr, erklärte das russische Katastrophenschutzministerium. Die Halle sei jedoch komplett zerstört. Der amtierende Katastrophenschutzminister Alexander Tschuprijan reiste demnach vor Ort, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen.

Elastik gehört nach eigenen Angaben zum staatlichen Mischkonzern Rostec, dessen Unternehmen Industrie- und Hightech-Produkte für den zivilen und militärischen Sektor produzieren. Laut seiner eigenen Website stuft die Regierung Elastik als "strategisches Unternehmen" ein.

Örtlichen Medienberichten zufolge ging das Unternehmen jedoch im Jahr 2015 in Konkurs, sein Standort soll seit vier Jahren von anderen Betrieben aus der Sprengstoffbranche genutzt werden. Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete unter Berufung auf Sicherheitsvertreter, dass der Brand möglicherweise durch einen Verstoß "gegen technische Prozesse" und "gegen Sicherheitsstandards" verursacht wurde.

In Russland kommt es immer wieder zu tödlichen Explosionen und Bränden. Ursache sind oftmals eine marode Infrastruktur, die noch aus Sojwetzeiten stammt oder die Missachtung von Sicherheitsbestimmungen.

(W.Budayev--DTZ)

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