Deutsche Tageszeitung - Staatsanwältin schließt Strafverfahren gegen Alec Baldwin nicht aus

Staatsanwältin schließt Strafverfahren gegen Alec Baldwin nicht aus


Staatsanwältin schließt Strafverfahren gegen Alec Baldwin nicht aus
Staatsanwältin schließt Strafverfahren gegen Alec Baldwin nicht aus / Foto: ©

Nach dem tödlichen Schuss auf die Kamerafrau Halyna Hutchins hat die zuständige Staatsanwältin ein Strafverfahren gegen US-Schauspieler Alec Baldwin nicht ausgeschlossen. "Alle Optionen liegen derzeit auf dem Tisch", sagte Mary Carmack-Altwies am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico. Baldwin sei "offensichtlich die Person, die die Waffe abgefeuert hat".

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Eine Entscheidung über eine mögliche Anklageerhebung werde aber erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, sagte Carmack-Altwies. Dies betreffe nicht nur Baldwin: "Zum jetzigen Zeitpunkt schließen wir niemanden aus", betonte die Staatsanwältin.

Hollywoodstar Baldwin hatte vergangene Woche während der Dreharbeiten zu dem Western "Rust" offenbar versehentlich die Kamerafrau Hutchins erschossen, als er bei einer Probe eine Requisitenwaffe abfeuerte. Die 42-Jährige starb kurz nach dem Vorfall im Krankenhaus. Regisseur Joel Souza wurde an der Schulter getroffen und verletzt.

Der zuständige Sheriff Adan Mendoza sagte am Mittwoch, in dem Revolver vom Kaliber .45 habe sich offenbar eine echte Kugel befunden. Demnach wurde in Souzas Schulter ein Bleiprojektil gefunden - mutmaßlich das selbe Projektil, das Hutchins tötete. In dem Revolver wurden nach Angaben des Sheriffs auch weitere Kugeln gefunden. Dabei handelte es sich aber vermutlich nicht um echte Kugeln.

Unklar ist, wie scharfe Munition in den Revolver gelangen konnte. Am Filmset hat die Polizei 500 Kugeln sichergestellt, eine "Mischung" aus Platzpatronen, Patronenattrappen und vermutlich auch echten Kugeln, wie Sheriff Mendoza sagte. "Wir werden feststellen, wie sie (die echten Kugeln) dort hingekommen sind, warum sie da waren, denn sie hätten nicht dort sein sollen."

Vor dem Unfall war Baldwin mit dem Hinweis "cold gun" (kalte Waffe) darüber informiert worden, dass sich in der Waffe keine scharfe Munition befindet. Im Fokus der Ermittlungen stehen die 24-jährige Waffenmeisterin des Films und der Regieassistent Dave Halls, der Baldwin die geladene Waffe gab.

Zuletzt wurde bekannt, dass Halls wegen eines Schusswaffen-Unfalls bereits vor zwei Jahren bei einer anderen Produktion gefeuert worden war. Halls sei 2019 bei den Dreharbeiten zu dem Film "Freedom’s Path" entlassen worden, "nachdem ein Crewmitglied eine leichte und vorübergehende Verletzung durch eine unerwartet losgegangene Schusswaffe erlitten hatte", sagte ein Produzent des Streifens der Nachrichtenagentur AFP.

(A.Stefanowych--DTZ)

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