Deutsche Tageszeitung - Selenskyj fordert Landsleute eindringlich zu Corona-Impfung auf

Selenskyj fordert Landsleute eindringlich zu Corona-Impfung auf


Selenskyj fordert Landsleute eindringlich zu Corona-Impfung auf
Selenskyj fordert Landsleute eindringlich zu Corona-Impfung auf / Foto: ©

Mit eindringlichen Worten hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Landsleute zur Corona-Impfung aufgerufen. "Ich fordere jeden auf, die sozialen Netzwerke abzuschalten und sein Gehirn einzuschalten", sagte Selenskyj am Freitag bei einem Besuch in Odessa. "Wir müssen uns impfen lassen, es ist die einzige Lösung."

Textgröße ändern:

Die Ukraine kämpft derzeit mit einem rasanten Anstieg der Corona-Zahlen. Am Freitag wurden knapp 27.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in dem rund 41 Millionen Einwohner zählenden Land verzeichnet - ein Rekord. Obwohl in der Ex-Sowjetrepublik mit Astrazeneca, Biontech/Pfizer und dem chinesischen Coronavac drei Impfstoffe zur Verfügung stehen, sind nur rund 20 Prozent der Ukrainer vollständig geimpft.

Die Ukraine hatte zunächst Probleme, Impfstoff zu beschaffen. Mittlerweile versuchen die Behörden impfskeptische Landsleute zu überzeugen, sich impfen zu lassen. Aufgrund neuer Corona-Beschränkungen, welche den Nachweis einer Impfung beinhalten, lassen sich inzwischen mehr Menschen immunisieren. Die Impfrate liegt derzeit bei rund 290.000 verabreichten Dosen pro Tag.

Selenskyj lobte die Fortschritte, verwies aber auf die steigende Zahl an Corona-Toten. Er forderte deshalb, die Impfrate deutlich zu steigern. Die Ukraine verzeichnete bislang mehr als 2,8 Millionen Corona-Infektionen und 66.000 Todesfälle.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Bundesgerichtshof urteilt über Mann wegen Kriegsverbrechen in syrischem Bürgerkrieg

Am Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe wird für Donnerstag (11.00 Uhr) das Revisionsurteil in einem Verfahren gegen einen Mann wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im syrischen Bürgerkrieg erwartet. Als Anführer einer bewaffneten schiitischen Miliz mit Verbindungen zur Hisbollah soll der damals 20-Jährige im Jahr 2011 auf der Seite der Staatsführung des damaligen Machthabers Baschar al-Assad gekämpft haben. (Az. 3 StR 584/25)

Vorwurf der Preisabsprache: Drei US-Produzenten müssen 53 Millionen Eier spenden

Wegen des Vorwurfs der illegalen Preisabsprache müssen drei Eier-Großproduzenten in den USA 53 Millionen Eier an Ausgabestellen für kostenlose Lebensmittel spenden. Die entsprechende Einigung zwischen der Justiz und den drei Konzernen wurde am Mittwoch von der Staatsanwaltschaft von New York verkündet. Diese hatte Cal-Maine Foods, Versova und Hickman's Egg Ranch vorgeworfen, über Jahre hinweg illegale Absprachen zur Beeinflussung der Eierpreise getätigt zu haben.

Brandgefahr: THW fordert mehr Investitionen für Bevölkerungsschutz

Angesichts der akuten Brandgefahr in weiten Teilen Deutschlands fordert die Präsidentin des Technischen Hilfswerks (THW), Sabine Lackner, weitere Mittel vom Bund. "Die hohe Waldbrandgefahr derzeit zeigt, wie wichtig ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz ist", sagte Lackner der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). Durch die Folgen des Klimawandels würden solche Gefahrenlagen häufiger auftreten.

Unbekannter schießt in Baden-Württemberg auf Auto: Ein Verletzter

Ein Unbekannter hat in Baden-Württemberg auf ein fahrendes Auto geschossen und ist dann geflohen. Der Vorfall habe sich im in der Nähe von Reutlingen gelegenen Ort Eningen ereignet, teilte am Mittwochabend die Polizei mit. Ersten Ermittlungen zufolge sei ein 39-Jähriger mit seinem mit drei Personen besetzten Mercedes unterwegs gewesen, als plötzlich ein maskierter Mann vor das Auto gesprungen "und wohl zielgerichtet mindestens einen Schuss auf den Wagen abgegeben" habe.

Textgröße ändern: