Deutsche Tageszeitung - Eckart von Hirschhausen legt zunehmend Image des "lustigen Arztes" ab

Eckart von Hirschhausen legt zunehmend Image des "lustigen Arztes" ab


Eckart von Hirschhausen legt zunehmend Image des "lustigen Arztes" ab
Eckart von Hirschhausen legt zunehmend Image des "lustigen Arztes" ab / Foto: ©

Der Komiker Eckart von Hirschhausen legt zunehmend sein Image des "lustigen Arztes" ab und widmet sich nun klimapolitischen Forderungen an die künftige Regierung. "Ich will nicht mehr nur der lustige Arzt sein, wenn die Klimakrise die größte Gesundheitsgefahr im 21. Jahrhundert ist", sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Sonntag. Seine Botschaft an die "Ampel" sei: "Das Teuerste was wir jetzt tun können ist nichts."

Textgröße ändern:

Der Mediziner hatte 2019 bei der Gründung der Bewegung Scientists for Future mitgewirkt, die die Jugendbewegung Fridays for Future unterstützt. Er will nun öffentlich auf den Zusammenhang zwischen globaler Gesundheit und Erderwärmung hinweisen. "Als bekannte Figur im Gesundheitsmetier will ich diese Botschaft unterstreichen: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz." Hirschhausen nimmt nach eigener Aussage auch an der Klimakonferenz in Glasgow teil, die am Sonntag beginnt.

An die künftige Regierung gewandt sagte er zudem dem RND, deren Zuschnitt müsse dem Problem der Klimakrise Rechnung tragen. "Die Ministerien müssen kooperativ und die Themen sinnvoll verknüpft werden", forderte Hirschhausen. "Klima hängt mit Energie, Entwicklungspolitik, Landwirtschaft und Verkehr zusammen, und ganz eng mit Gesundheit - warum ist dann der Etat des Gesundheitsministeriums auch für globale Gesundheit so klein?"

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Vulkanausbruch in Guatemala: Höchste Warnstufe und hunderte Evakuierte

Wegen eines Vulkanausbruchs ist in Guatemala die höchste Warnstufe Rot ausgerufen worden. Betroffen seien die Regionen Sacatepéquez, Chimaltenango und Escuintla, erklärten die Rettungsdienste am Dienstag im Onlinedienst X. Hunderte Menschen mussten wegen des Ausbruchs des Volcán de Fuego (Feuervulkan) nahe der Hauptstadt Guatemala-Stadt ihre Häuser verlassen.

Feuerwehrleute und Hubschrauber bekämpfen Brand in Naturschutzgebiet in Niederlanden

In den Niederlanden haben auch am Dienstag hunderte Feuerwehrleute versucht, den Waldbrand in einem Naturschutzgebiet nahe der Grenze zu Deutschland zu löschen. Unterstützt von Löschhubschraubern waren rund 300 Feuerwehrleute im Einsatz, wie die Feuerwehr mitteilte. "Im Moment breitet sich das Feuer kaum aus, aber es weht ein starker Wind", sagte der Sprecher der Verwaltung der Provinz Limburg, René van Tulden, am Dienstagnachmittag.

Berliner CSD-Anschlag: "Viele offene Fragen" bei Sitzung von Innenausschuss

"Viele offene Fragen" und neue Vorwürfe gegen die Berliner Justiz: Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag auf den Berliner CSD sieht die Opposition die Regierung in der Pflicht und fordert eine Offenlegung der Kommunikation zwischen den Behörden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sah sich nach einer Sondersitzung des Bundestagsinnenausschusses am Dienstag in seinen Plänen für ein schärferes Vorgehen gegen so genannte Gefährder bestärkt.

Feuerwehr meldet Fortschritte bei Bekämpfung der Waldbrände nahe Athen

Bei der Bekämpfung der seit fünf Tagen nahe Athen wütenden Waldbrände hat die griechische Feuerwehr Fortschritte gemeldet. "Die Lage hat sich im Vergleich zu den vergangenen Tagen deutlich verbessert", sagte der leitende Feuerwehrsprecher Vassilis Vathrakoyannis am Dienstag AFP. Allerdings gebe es noch "viele vereinzelte Brandherde". Der Wetterdienst warnte derweil vor neuer Hitze im Laufe der Woche.

Textgröße ändern: