Deutsche Tageszeitung - Facebook schafft Gesichtserkennung weitgehend ab

Facebook schafft Gesichtserkennung weitgehend ab


Facebook schafft Gesichtserkennung weitgehend ab
Facebook schafft Gesichtserkennung weitgehend ab / Foto: ©

Die Onlineplattform Facebook schafft die Gesichtserkennung weitgehend ab. Der US-Mutterkonzern Meta begründete den Schritt am Dienstag mit Datenschutzbedenken. Auch die zur Gesichtserkennung nötigen Daten von mehr als einer Milliarde Nutzer würden gelöscht. "Es gibt viele Bedenken über den Platz von Gesichtserkennungstechnologie in der Gesellschaft, und die Regulierungsbehörden sind immer noch dabei, klare Regeln für ihre Verwendung aufzustellen", erklärte Meta.

Textgröße ändern:

Angesichts dieser "anhaltenden Unsicherheit" sei es angemessen, die Gesichtserkennung "auf eine begrenzte Anzahl von Anwendungsfällen zu beschränken". Wann die Änderung in Kraft treten soll, war unklar. Mehr als ein Drittel der täglich aktiven Facebook-Nutzer hatte sich nach Konzernangaben seit Einführung des Systems 2010 "für unsere Gesichtserkennungseinstellung entschieden".

Das Tool sollte dazu dienen, Personen auf hochgeladenen Fotos oder Videos automatisch zu erkennen und die Betroffenen darüber zu informieren. Zuletzt hatte es jedoch zunehmend datenschutzrechtliche Bedenken gegeben.

Der kalifornische Konzern steckt derzeit in der schwersten Krise seit seiner Gründung. Ihm wird vorgeworfen, nicht ausreichend gegen die Verbreitung von Hassbotschaften und Mobbing auf seinen Plattformen vorzugehen, die Privatsphäre seiner Nutzerinnen und Nutzer zu verletzen, als Lautsprecher für gefährliche Falschinformationen zu dienen und dem Wohlbefinden junger Internetnutzer zu schaden.

Zuletzt sorgten Enthüllungen der Whistleblowerin und früheren Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen für Aufsehen. Haugen wirft ihrem früheren Arbeitgeber vor, eigene Gewinne über die Sicherheit seiner Nutzer und das Gemeinwohl zu stellen. Facebook hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Dutzende Löschflugzeuge weiter im Einsatz gegen Feuer nahe Athen

Nahe der griechischen Hauptstadt Athen kämpft die Feuerwehr mit Unterstützung durch dutzende Löschflugzeuge weiter gegen einen seit fünf Tagen wütenden Waldbrand. Mehr als 30 Flugzeuge und Hubschrauber sollten am Dienstag in dem Gebiet eingesetzt werden, wie Feuerwehrsprecher Yiannis Artopios dem Sender ERT sagte. Mehr als 500 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Exfreundin mit Jagdmesser getötet: Mordurteil aus Bayern rechtskräftig

Ein wegen der brutalen Ermordung seiner ehemaligen Lebensgefährtin mit einem Jagdmesser verurteilter Mann aus Bayern muss lebenslang in Haft. Das vom Landgericht Bayreuth im Oktober verhängte Urteil ist rechtskräftig, wie dieses am Dienstag mitteilte. Demnach verwarf der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die von dem Angeklagten eingelegte Revision als unbegründet.

Waldbrände im Nordwesten der USA: Festnahme wegen mutmaßlicher Brandstiftung

Während die Feuerwehr weiterhin gegen drei große Waldbrände rund um die Großstadt Spokane im Nordwesten der USA kämpft und hunderte Häuser niedergebrannt sind, ist ein Mann unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen worden. Der 37-Jährige wird verdächtigt, das größte der drei Feuer ausgelöst zu haben, wie Sheriff John Nowels am Montagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz sagte.

Nordrhein-Westfalen: Arbeiter wird auf Baustelle von Radlader überrollt und stirbt

Auf einer Großbaustelle der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen ist ein 45-jähriger Bauarbeiter von einem Radlader überrollt worden und gestorben. Der Mann starb noch vor Ort an seinen Verletzungen, wie die Polizei in Olpe am Montagabend mitteilte. Der tödliche Arbeitsunfall ereignete sich demnach am Nachmittag in Kirchundem. Wie genau es dazu kam, sei noch Gegenstand der andauernden Ermittlungen.

Textgröße ändern: