Deutsche Tageszeitung - US-Expertengremium befürwortet Corona-Impfempfehlung für unter Zwölfjährige

US-Expertengremium befürwortet Corona-Impfempfehlung für unter Zwölfjährige


US-Expertengremium befürwortet Corona-Impfempfehlung für unter Zwölfjährige
US-Expertengremium befürwortet Corona-Impfempfehlung für unter Zwölfjährige / Foto: ©

Ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC hat Corona-Impfungen für Kinder unter zwölf Jahren mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer empfohlen. Der Impfausschuss der CDC traf seine Empfehlung am Dienstag einstimmig. Nun ist noch eine offizielle Impfempfehlung der CDC notwendig, damit die Impfkampagne für Kinder zwischen fünf und elf Jahren in den USA starten kann. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte dem Impfstoff bereits in der vergangenen Woche eine Notfallzulassung für diese Altersgruppe erteilt.

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Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hat angekündigt, nach Veröffentlichung einer Impfempfehlung sofort mit der Impfkampagne für Fünf- bis Elfjährige zu beginnen. Zuletzt bestellte die Regierung bei Biontech und Pfizer weitere 50 Millionen Impfdosen für Kinder. Bislang verabreicht nur eine Handvoll Länder, darunter China, Chile, Kuba und die Vereinigten Arabischen Emirate, jeweils dafür zugelassene Impfstoffe an jüngere Kinder.

Das Biontech-Vakzin wird an Fünf- bis Elfjährige zweifach mit einer Dosierung von jeweils zehn Mikrogramm verabreicht. Die sonst übliche Dosierung beträgt jeweils 30 Mikrogramm. Laut Pfizer beträgt der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung durch die Impfung bei Fünf- bis Elfjährigen 90,7 Prozent.

Kinder sind vom Coronavirus zwar weniger betroffen als Erwachsene, doch auch für sie kann das Virus gefährlich werden. Seit Beginn der Pandemie wurden in den USA insgesamt 1,9 Millionen Corona-Infektionen bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren registriert und mehr als 8300 Kinder in dieser Altersgruppe wegen einer Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert. Es gab demnach mehr als einhundert Todesfälle. Zudem gab es mehr als 2300 Fälle des Multisystem-Entzündungssyndroms bei Kindern (MIS-C), einer seltenen, aber sehr ernsten Corona-Nachwirkung, die in 46 Fällen tödlich endete.

Die Gesundheitsbehörden sollen bei Kindern weiterhin auf mögliche ernste Nebenwirkungen des Impfstoffs wie Herzmuskelentzündung achten. Die klinischen Studien waren bisher zu klein, um diese Risiken verlässlich zu beschreiben. Es wird aber davon ausgegangen, dass derartige Nebenwirkungen äußerst selten sind, weil ein Zusammenhang mit dem Testosteronspiegel besteht. Das Coronavirus selbst verursacht je nach Übertragungsrate vermutlich deutlich mehr Herzmuskelentzündungen.

Der Biontech/Pfizer-Impfstoff hat in den USA bereits eine Notfallzulassung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren und eine vollständige Zulassung für Menschen ab 16 Jahren. Die Unternehmen haben auch in der EU eine Zulassung ihres Impfstoffes für Fünf- bis Elfjährige beantragt. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) könnte bis Weihnachten darüber entscheiden.

(A.Nikiforov--DTZ)

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