Deutsche Tageszeitung - Ex-Schauspielerin Bardot wegen rassistischer Beleidigung zu Geldstrafe verurteilt

Ex-Schauspielerin Bardot wegen rassistischer Beleidigung zu Geldstrafe verurteilt


Ex-Schauspielerin Bardot wegen rassistischer Beleidigung zu Geldstrafe verurteilt
Ex-Schauspielerin Bardot wegen rassistischer Beleidigung zu Geldstrafe verurteilt / Foto: ©

Wegen rassistischer Beleidigung hat ein Gericht die französische Ex-Schauspielerin Brigitte Bardot zu einer Strafe in Höhe von 20.000 Euro verurteilt. Ihr Pressesprecher muss 4000 Euro Strafe zahlen, wie ein Gericht in Saint-Denis auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean am Donnerstag mitteilte.

Textgröße ändern:

Die militante Tierschützerin hatte die Einwohner der Insel als "degenerierte Bevölkerung mit barbarischen Traditionen" bezeichnet. Die dort lebenden Menschen seien "Eingeborene, die die Gene der Wilden bewahrt haben", schrieb sie in einem Brief an den Präfekten im März 2019, mit dem sie gegen angebliche Tierquälerei auf La Réunion protestieren wollte. Ihr Pressesprecher Bruno Jacquelin hatte den Brief anschließend an mehrere Medien geschickt, auch an die Nachrichtenagentur AFP.

"Das sind Anklänge an den Kolonialismus", sagte Axel Vardin als Vertreter der Organisationen, die Bardot verklagt hatten, während der Verhandlung. Bardots Anwältin Catherine Moissonier verwies darauf, dass der Tierschutz Bardots Lebensaufgabe sei und der Tierschutz auf der Insel nicht gewährleistet sei. Die Staatsanwaltschaft hatte für Bardot eine Strafe in Höhe von 25.000 Euro gefordert.

Die Bemerkungen hatten damals für große Empörung gesorgt. "Rassismus ist keine Meinung, sondern eine Straftat", hatte die damalige Ministerin für Überseegebiete, Annick Girardin, erklärt. Mehrere Organisationen legten Klage ein. Bardot hatte später um Verzeihung gebeten und ihre Wut mit dem "tragischen Schicksal" der Tiere erklärt.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Schüsse auf offener Straße in Köln: Vier Verletzte

Wegen Schüssen auf offener Straße ist in Köln ein Großeinsatz der Polizei angelaufen. "Bislang haben Rettungskräfte vier zum Teil schwer Verletzte in Krankenhäuser gebracht", teilte die Polizei in der Nacht zum Dienstag mit. Der Vorfall habe sich im Stadtteil Mülheim ereignet.

25 demokratische Bundesstaaten klagen gegen neue Trump-Zölle

Neuer Gegenwind für Präsident Donald Trump und seine Handelspolitik in den USA: 25 von Demokraten regierte Bundesstaaten haben Klage gegen die neuen Zölle der Regierung eingereicht. In der am Montag veröffentlichten Klageschrift heißt es, es gebe "keinen sachlichen Zusammenhang zwischen dem angeblichen Problem der Zwangsarbeit in internationalen Lieferketten und den pauschalen globalen Zöllen" gegen rund 60 Handelspartner. Das Weiße Haus wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass die Zölle "legal" seien.

Waldbrände: Rund 65.000 US-Bürger müssen Häuser verlassen

Schwere Waldbrände haben im Nordwesten der USA hunderte Häuser vernichtet und zehntausende Bewohner zur Flucht gezwungen. Die Behörden riefen nach Angaben vom Montag rund 65.000 Bewohner der Stadt Spokane im Bundesstaat Washington auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Waldbrand im Südosten der Niederlande nahe NRW ausgebrochen

Im Südosten der Niederlande ist am Montag unweit der Grenze zu Nordrhein-Westfalen ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe von Oostrum in der Provinz Limburg zerstörte nach Angaben der Behörden bisher eine Fläche von 21 Hektar. Zahlreiche Feuerwehrleute waren zur Bekämpfung der Flammen im Einsatz.

Textgröße ändern: