Deutsche Tageszeitung - Dwayne Johnson will nach tödlichem Baldwin-Schuss keine echten Waffen mehr am Set

Dwayne Johnson will nach tödlichem Baldwin-Schuss keine echten Waffen mehr am Set


Dwayne Johnson will nach tödlichem Baldwin-Schuss keine echten Waffen mehr am Set
Dwayne Johnson will nach tödlichem Baldwin-Schuss keine echten Waffen mehr am Set / Foto: ©

Hollywood-Star Dwayne "The Rock" Johnson will nach dem tödlichen Schuss seines Schauspielkollegen Alec Baldwin auf eine Kamerafrau nie wieder echte Schusswaffen bei Dreharbeiten einsetzen. "Wir haben ein Leben verloren", sagte der 49-jährige Action-Darsteller am Mittwochabend (Ortszeit) bei der Premiere seines neuen Films "Red Notice" in Los Angeles dem Magazin "Variety". Auf Filmsets seiner Produktionsfirma Seven Bucks Productions würden deswegen künftig nur noch Waffen-Attrappen zum Einsatz kommen.

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"Ich kann ganz klar sagen, das wir bei Seven Bucks Productions in keinem Film, bei keiner Fernsehserie, oder was auch immer wir produzieren, echte Waffen mehr verwenden werden", sagte Johnson. Die Effekte könnten in der Post-Produktion eingebaut werden. "Wir werden uns keine Gedanken darüber machen, was das kostet." Nach dem Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins müsse die Branche innehalten und umdenken.

Baldwin hatte Hutchins am 21. Oktober während der Dreharbeiten zu dem Western "Rust" im Bundesstaat New Mexico offenbar versehentlich erschossen, als er bei einer Probe die Requisitenwaffe abfeuerte. Regisseur Joel Souza wurde an der Schulter getroffen und verletzt. Der echte Revolver war offenbar mit mindestens einer scharfen Patrone geladen worden. Wie dies geschehen konnte, ist nach wie vor unklar.

Im Fokus der Ermittler stehen Filmset-Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed, die den Revolver geladen hatte, und Regieassistent David Halls. Dieser räumte laut der Polizei ein, nicht alle Kugeln in der Trommel des Colts überprüft zu haben, bevor er ihn Baldwin mit der Versicherung überreichte, die Waffe sei sicher.

Ein Anwalt von Gutierrez-Reed sorgte am Mittwoch mit der Aussage für Aufsehen, er gehe von "Sabotage" aus. "Die Person, die die scharfe Patrone in die Schachtel für Patronen-Attrappen gelegt hat, musste die Absicht haben, dieses Filmset zu sabotieren", sagte Jason Bowles dem Sender NBC. Belege für seine Theorie lieferte der Anwalt nicht. Er verwies aber darauf, dass "unzufriedene" und über die Produktionsbedingungen "verärgerte" Mitarbeiter am Tag vor dem Unfall das Filmset verlassen hätten.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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