Deutsche Tageszeitung - Besatzung der ISS soll Montag zur Erde zurückkehren

Besatzung der ISS soll Montag zur Erde zurückkehren


Besatzung der ISS soll Montag zur Erde zurückkehren
Besatzung der ISS soll Montag zur Erde zurückkehren / Foto: ©

Die derzeitige Besatzung der Internationalen Raumstation ISS wird voraussichtlich am Montag zur Erde zurückkehren. Die vierköpfige "SpaceX Crew 2" werde "frühestens" am Montag um 13.14 Uhr (MEZ) vor der Küste Floridas wassern, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitag mit. Der deutsche Astronaut Matthias Maurer und seine Kollegen werden damit frühestens am Mittwoch zur ISS aufbrechen.

Textgröße ändern:

Der "Crew 2" gehören der Franzose Thomas Pesquet, der Japaner Akihiko Hoshide und die Amerikaner Shane Kimbrough und Megan McArthur an. Sie werden am Sonntag mit der Raumkapsel "Endeavour" von der ISS abdocken und sich auf die mehrstündige Rückreise zur Erde begeben.

Die vier Astronauten haben mehr als sechs Monate im All verbracht und werden nun entgegen den Gepflogenheiten schon vor der Ankunft ihrer Ablösung zurückkehren. Deren Start hatte sich wegen schlechten Wetters mehrfach verzögert.

Pesquet sprach angesichts der bevorstehenden Rückkehr zur Erde auf einer Pressekonferenz am Freitag von einem "bittersüßen Gefühl". "Wir kommen vielleicht nie wieder zurück, um die ISS zu sehen, und sie ist wirklich ein magischer Ort", sagte der Franzose.

Die "Crew 3" rund um den deutschen Astronauten Maurer wird nach Angaben der Nasa frühestens am Mittwochabend (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus starten. Der Besatzung gehören neben dem deutschen ESA-Astronauten Maurer die Nasa-Astronauten Raja Chari, Tom Marshburn und Kayla Barron an. Die Astronauten sollen ein halbes Jahr lang auf der ISS leben und arbeiten.

Für den 51-jährigen Maurer ist es die erste Weltraummission. Der Saarländer ist nach Alexander Gerst der zweite Deutsche im europäischen Astronautenkorps und der erste deutsche Astronaut, der an Bord einer kommerziellen SpaceX-Raumkapsel zur ISS fliegt. Insgesamt ist er der zwölfte Deutsche, der ins All reist.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Waldbrand im Südosten der Niederlande nahe NRW ausgebrochen

Im Südosten der Niederlande ist am Montag unweit der Grenze zu Nordrhein-Westfalen ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe von Oostrum in der Provinz Limburg zerstörte nach Angaben der Behörden bisher eine Fläche von 21 Hektar. Zahlreiche Feuerwehrleute waren zur Bekämpfung der Flammen im Einsatz.

Waldbrände in Griechenland: Kein Ende des Infernos in Sicht

Auch am vierten Tag der Waldbrände in Griechenland ist kein Ende des Infernos in Sicht: Trotz nachlassender Winde und des Einsatzes von Löschflugzeugen flammten die Brände am Montag an verschiedenen Stellen wieder auf. 16 Löschflugzeuge und zwölf Hubschrauber waren laut Feuerwehr in der Region Attika sowie in der benachbarten Region Böotien im Einsatz, am Boden kämpften rund 450 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Der Wetterforscher Theodore Giannaros sprach von einer der schlimmsten Brandkrisen der vergangenen Jahre, für die aber nicht nur der Klimawandel verantwortlich sei.

Gericht bestätigt Ausweisung von Syrer nach Angriff auf Polizist

Nach einem schweren Angriff auf einen Polizisten darf ein Syrer laut einer Gerichtsentscheidung aus Deutschland ausgewiesen werden. Angesichts der schweren Folgen für den Polizeibeamten überwiege das öffentliche Interesse an der Ausweisung gegenüber dem Bleibeinteresse des Antragstellers, teilte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Montag mit. Damit bestätigte das Gericht im Eilverfahren die durch die Stadt Gelsenkirchen angeordnete Ausweisung des Mannes.

Fahrerassistenzsysteme bei Einsatzfahrten: Polizeigewerkschaft warnt vor Risiken

Polizeigewerkschafter haben vor zusätzlichen Risiken durch autonom agierende Fahrerassistenzsysteme bei Einsatzfahrten gewarnt. Problematisch seien unter anderem selbstständig ins Fahrgeschehen eingreifende Notbremsassistenten sowie gegen den Fahrer lenkende Spurhaltehilfen, teilte der Berliner Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) am Montag mit. Er forderte von der Polizeiführung technische Änderungen und rechtssichere Möglichkeiten zur zeitweisen Abschaltung bei Fahrten unter Blaulicht.

Textgröße ändern: