Deutsche Tageszeitung - Polizeigewerkschaften regen wegen Corona erneutes Böllerverbot an Silvester an

Polizeigewerkschaften regen wegen Corona erneutes Böllerverbot an Silvester an


Polizeigewerkschaften regen wegen Corona erneutes Böllerverbot an Silvester an
Polizeigewerkschaften regen wegen Corona erneutes Böllerverbot an Silvester an / Foto: ©

Wegen der erneut steigenden Corona-Infektionszahlen haben sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) für erneute Böllerverbote an Silvester ausgeprochen. "Wir fordern die Kommunen auf, sogenannte Böllerverbote möglichst restriktiv auszusprechen und genügend Ordnungskräfte zur Überwachung bereitzuhalten", sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag. "Angesichts der steigenden Infektionszahlen durch Corona ist es ohnehin derzeit nicht angezeigt, sich in großen Gruppen zu treffen und die Risiken noch zu vergrößern."

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GdP-Bundesvize Jörg Radek verwies auf die Niederlande, wo mehrere Kommunen bereits ein Böllerverbot für den Jahreswechsel ausgesprochen hätten. Das sei "eine Entscheidung, die unter dem Aspekt der Sicherheit total nachvollziehbar und aus unserer Sicht nachahmenswert ist".

Niemand wolle den Menschen die Feierfreude an Silvester nehmen, betonte Radel. Die GdP befürworte aber ein "kontrolliertes Abbrennen von Feuerwerk an zentralen Orten". Dies sei eine "sichere Alternative zur klassischen Böllerei". Außerdem müsse es nicht immer knallen, argumentierte Radek: "Eine Laser-Show mit musikalischer Untermalung ist auch eine denkbare Alternative."

Zum Jahreswechsel 2020/2021 hatte es wegen der Pandemie ein deutschlandweites Verkaufsverbot für Feuerwerk gegeben. Zugleich galt ein An- und Versammlungsverbot für Silvester und Neujahr. Außerdem richteten viele Städte und Gemeinden Bereiche ein, in denen das Zünden von Feuerwerk untersagt war. Hintergrund war neben der Sorge um die Infektionsgefahr auch die Hoffnung, eine zusätzliche Belastung der Krankenhäuser durch Böllerunfälle zu vermeiden.

(O.Tatarinov--DTZ)

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