Deutsche Tageszeitung - Flughafen Mallorca wegen Menschen auf der Rollbahn vier Stunden lang lahmgelegt

Flughafen Mallorca wegen Menschen auf der Rollbahn vier Stunden lang lahmgelegt


Flughafen Mallorca wegen Menschen auf der Rollbahn vier Stunden lang lahmgelegt
Flughafen Mallorca wegen Menschen auf der Rollbahn vier Stunden lang lahmgelegt / Foto: ©

Am Flughafen von Palma de Mallorca sind am Freitagabend wegen Menschen auf der Rollbahn alle Starts und Landungen knapp vier Stunden lang ausgesetzt worden. Nach einer Zwischenlandung wegen eines vermeintlichen medizinischen Notfalls waren rund 20 Passagiere auf die Landebahn gerannt, wie die Flughafenverwaltung mitteilte. Womöglich handelte es sich dabei um einen gezielten Versuch der illegalen Einreise nach Spanien. Elf Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

Textgröße ändern:

Laut einem Bericht der Tageszeitung "El País" prüfen die Ermittler, ob der Notfall an Bord inszeniert wurde, um eine Zwischenlandung auf Mallorca zu erreichen. "Bislang wurden elf Menschen von Polizei und Guardia Civil gefunden", teilten die Behörden auf der Insel am Samstag mit.

Einer der Passagiere hatte auf dem Flug von Marokko in die Türkei über Unwohlsein geklagt. Daraufhin wurde die Maschine nach Palma de Mallorca auf der spanischen Ferieninsel umgeleitet. Im Krankenhaus stellten die Ärzte fest, dass dem vermeintlichen Patienten nichts fehlt. Die Polizei nahm ihn laut "El País" wegen des Verdachts der "Beihilfe zur illegalen Einwanderung" fest.

13 Flüge mit dem Ziel Palma mussten wegen des Zwischenfalls nach Angaben der Flughafenverwaltung umgeleitet werden, 16 abfliegende Maschinen hatten erhebliche Verspätungen. Der Flughafen wurde erst gegen Mitternacht wieder geöffnet.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Waldbrand im Südosten der Niederlande nahe NRW ausgebrochen

Im Südosten der Niederlande ist am Montag unweit der Grenze zu Nordrhein-Westfalen ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe von Oostrum in der Provinz Limburg zerstörte nach Angaben der Behörden bisher eine Fläche von 21 Hektar. Zahlreiche Feuerwehrleute waren zur Bekämpfung der Flammen im Einsatz.

Waldbrände in Griechenland: Kein Ende des Infernos in Sicht

Auch am vierten Tag der Waldbrände in Griechenland ist kein Ende des Infernos in Sicht: Trotz nachlassender Winde und des Einsatzes von Löschflugzeugen flammten die Brände am Montag an verschiedenen Stellen wieder auf. 16 Löschflugzeuge und zwölf Hubschrauber waren laut Feuerwehr in der Region Attika sowie in der benachbarten Region Böotien im Einsatz, am Boden kämpften rund 450 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Der Wetterforscher Theodore Giannaros sprach von einer der schlimmsten Brandkrisen der vergangenen Jahre, für die aber nicht nur der Klimawandel verantwortlich sei.

Gericht bestätigt Ausweisung von Syrer nach Angriff auf Polizist

Nach einem schweren Angriff auf einen Polizisten darf ein Syrer laut einer Gerichtsentscheidung aus Deutschland ausgewiesen werden. Angesichts der schweren Folgen für den Polizeibeamten überwiege das öffentliche Interesse an der Ausweisung gegenüber dem Bleibeinteresse des Antragstellers, teilte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Montag mit. Damit bestätigte das Gericht im Eilverfahren die durch die Stadt Gelsenkirchen angeordnete Ausweisung des Mannes.

Fahrerassistenzsysteme bei Einsatzfahrten: Polizeigewerkschaft warnt vor Risiken

Polizeigewerkschafter haben vor zusätzlichen Risiken durch autonom agierende Fahrerassistenzsysteme bei Einsatzfahrten gewarnt. Problematisch seien unter anderem selbstständig ins Fahrgeschehen eingreifende Notbremsassistenten sowie gegen den Fahrer lenkende Spurhaltehilfen, teilte der Berliner Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) am Montag mit. Er forderte von der Polizeiführung technische Änderungen und rechtssichere Möglichkeiten zur zeitweisen Abschaltung bei Fahrten unter Blaulicht.

Textgröße ändern: