Deutsche Tageszeitung - Geimpfte und genesene Jecken läuten Karnevalssession in Hochburg Köln ein

Geimpfte und genesene Jecken läuten Karnevalssession in Hochburg Köln ein


Geimpfte und genesene Jecken läuten Karnevalssession in Hochburg Köln ein
Geimpfte und genesene Jecken läuten Karnevalssession in Hochburg Köln ein / Foto: ©

Auf den ersten Blick war es ein Elfter im Elften wie vor der Corona-Pandemie: Dicht an dicht läuteten Jecken in der Karnevalshochburg Köln am Donnerstag pünktlich um 11.11 Uhr die neue Session ein. Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen durften jedoch nur geimpfte und genesene Karnevalisten an der Veranstaltung zum Beginn der fünften Jahreszeit teilnehmen. Moderiert wurde der Sessionsauftakt erstmals vom Fernsehmoderator und Komiker Guido Cantz.

Textgröße ändern:

Der traditionelle Empfang des Dreigestirns im Kölner Rathaus musste jedoch ausfallen: Am Vorabend des Elften im Elften war der designierte Karnevalsprinz Sven Oleff positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der doppelt geimpfte Sven Oleff habe "keinerlei Symptome" und fühle sich "den Umständen entsprechend gut", teilte das Kölner Festkomitee mit.

Bei den beiden anderen Mitgliedern fielen die Coronatests demnach negativ aus. Sicherheitshalber wurden dennoch alle öffentlichen Auftritte des gesamten Dreigestirns ausgesetzt. "Ich muss nicht betonen, wie traurig ich bin, nicht mit den kölschen Jecken in die Session starten zu können", erklärte Oleff. "Aber Sicherheit geht vor - auch und gerade im Karneval."

In Köln gilt am Wochenende eine 2G-Regelung für Karnevalsveranstaltungen in Kneipen und Gastronomie sowie in bestimmten Bereichen der Domstadt. Wer etwa aus medizinischen Gründen nicht geimpft ist, muss einen maximal 24 Stunden alten PCR-Test oder einen höchstens sechs Stunden alten Antigenschnelltest vorlegen.

Auch in Düsseldorf erwacht der Hoppeditz am Elften im Elften nur vor einem Publikum aus Geimpften und Genesenen. In Mainz begehen die Narren den Beginn der Fastnacht traditionell auf dem Schillerplatz. Erstmals kostet die Teilnahme an der Party jedoch Eintritt und ist nur für Geimpfte und Genesene möglich. Im vergangenen Jahr blieb es wegen der Corona-Pandemie überwiegend ruhig in den Karnevalshochburgen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Deutsche Bischöfe beraten nach Landeswahlen über Demokratie in Deutschland

Im hessischen Fulda beginnt am Montag (14.30 Uhr) die viertägige Herbstvollversammlung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Die mehr als 60 Bischöfe und Weihbischöfe beraten dort nach den zurückliegenden Landeswahlen auch über die Demokratie in Deutschland. Der Konferenzvorsitzende Heiner Wilmer aus Münster warnte vor den Urnengängen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin vor einer Wahl der AfD gewählt - diese gewann aber in den beiden Flächenländern.

Bundesverfassungsgericht wird 75 Jahre alt - Festakt mit Steinmeier und Merz

Zum 75. Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts findet am Montag (11.00 Uhr) in Karlsruhe ein Festakt statt. Dazu werden in der Stadthalle neben Gerichtspräsident Stephan Harbarth und Vizepräsidentin Ann-Katrin Kaufhold auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet. Die Stadt beteiligt sich außerdem mit Kunstaktionen auf dem Platz der Grundrechte in der Nähe des Gerichtsgebäudes.

Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu

Papst Leo XIV. hat Opfern sexueller Gewalt in der Kirche seinen Einsatz zugesagt, um weitere Fälle zu verhindern. Der Papst wolle mit ihnen zusammenarbeiten und "alles tun, damit das Unrecht, das sie erlitten haben, sich für andere nicht wiederholt", teilte der Vatikan am Sonntagabend mit.

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Textgröße ändern: