Deutsche Tageszeitung - Für Finnlands Regierungschefin dürfen Familie und Karriere kein Widerspruch sein

Für Finnlands Regierungschefin dürfen Familie und Karriere kein Widerspruch sein


Für Finnlands Regierungschefin dürfen Familie und Karriere kein Widerspruch sein
Für Finnlands Regierungschefin dürfen Familie und Karriere kein Widerspruch sein / Foto: ©

Für die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin dürfen Familie und Karriere auch für Frauen in Führungspositionen kein Widerspruch sein. "Wir haben ebenso ein Recht auf Arbeit wie auf Kinder" - das sei ihre Botschaft an andere Frauen, sagte Marin dem Magazin "Stern" laut Mitteilung vom Donnerstag.

Textgröße ändern:

Dass sich eine Spitzenkandidatin wie Annalena Baerbock (Grüne) im Wahlkampf fragen lassen müsse, ob sie als Mutter zu einem hohen politischen Amt tauge, sei in Finnland kaum vorstellbar. "Unsere Gesellschaft entwickelt sich ja zum Glück weiter", sagte die mit 35 Jahren jüngste Regierungschefin der Welt.

Drei der Parteichefinnen ihrer Fünferkoalition hätten während der laufenden Legislaturperiode Kinder bekommen oder erwarteten Nachwuchs. "Das sind junge Frauen, die zeigen, dass man sehr wohl Karriere machen und gleichzeitig eine Familie gründen kann", sagte Marin. Ein zentrales Ziel ihrer Politik sei es, junge Paare dazu zu motivieren, sich im Zweifel für ein Kind zu entscheiden.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Deutsche Bischöfe beraten nach Landeswahlen über Demokratie in Deutschland

Im hessischen Fulda beginnt am Montag (14.30 Uhr) die viertägige Herbstvollversammlung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Die mehr als 60 Bischöfe und Weihbischöfe beraten dort nach den zurückliegenden Landeswahlen auch über die Demokratie in Deutschland. Der Konferenzvorsitzende Heiner Wilmer aus Münster warnte vor den Urnengängen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin vor einer Wahl der AfD gewählt - diese gewann aber in den beiden Flächenländern.

Bundesverfassungsgericht wird 75 Jahre alt - Festakt mit Steinmeier und Merz

Zum 75. Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts findet am Montag (11.00 Uhr) in Karlsruhe ein Festakt statt. Dazu werden in der Stadthalle neben Gerichtspräsident Stephan Harbarth und Vizepräsidentin Ann-Katrin Kaufhold auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet. Die Stadt beteiligt sich außerdem mit Kunstaktionen auf dem Platz der Grundrechte in der Nähe des Gerichtsgebäudes.

Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu

Papst Leo XIV. hat Opfern sexueller Gewalt in der Kirche seinen Einsatz zugesagt, um weitere Fälle zu verhindern. Der Papst wolle mit ihnen zusammenarbeiten und "alles tun, damit das Unrecht, das sie erlitten haben, sich für andere nicht wiederholt", teilte der Vatikan am Sonntagabend mit.

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Textgröße ändern: