Deutsche Tageszeitung - Niederlande laut Medien vor dem nächsten Teil-Lockdown

Niederlande laut Medien vor dem nächsten Teil-Lockdown


Niederlande laut Medien vor dem nächsten Teil-Lockdown
Niederlande laut Medien vor dem nächsten Teil-Lockdown / Foto: ©

Angesichts steigender Corona-Zahlen stehen die Niederlande laut Medienberichten vor dem nächsten Teil-Lockdown. Demnach wollen Ministerpräsident Mark Rutte und Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Freitagabend (19.00 Uhr) neue Maßnahmen verkünden, zu denen eine abendliche Sperrstunde für Restaurants, Bars sowie Geschäfte gehört, die nicht zum täglichen Bedarf gehören. Angestellte sollen demnach aufgefordert werden, wieder von zu Hause aus zu arbeiten.

Textgröße ändern:

Die Schulen sollen den Berichten zufolge jedoch geöffnet bleiben, auch solle es keine Ausgangsbeschränkungen geben. Ziel der zunächst auf drei Wochen beschränkten Maßnahmen ist laut dem Fernsehsender RTL, die Infektionszahlen rasch zu senken. Nach dem Ende des dreiwöchigen Teil-Lockdowns soll demnach in Gastronomie und Kulturbetrieben die 2G-Regel gelten, Zutritt gibt es dann nur noch für Corona-Geimpfte und -Genesene.

Die Niederlande wären das erste westeuropäische Land, das nach dem Sommer wieder zu einem Corona-Lockdown zurückkehrt. Am Donnerstag hatten die Niederlande einen neuen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet, mit mehr als 16.300 Fällen in 24Stunden wurde der bisherige Höchststand von knapp 13.000 im vergangenen Dezember um Längen übertroffen. Die Krankenhäuser warnen bereits vor drohender Überlastung. In den Niederlanden sind 82 Prozent der Bewohner über zwölf Jahren gegen das Coronavirus geimpft. Ab Dezember sind Auffrischungsimpfungen geplant.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Gestohlener Davidstern-Aufnäher in Chemnitz wieder aufgetaucht

Ein aus einer Gedenkstätte für die nationalsozialistische Judenverfolgung in Chemnitz gestohlener gelber Davidstern-Aufnäher ist wieder aufgetaucht. Bei der Kriminalpolizei sei am Freitag anonym eine Geldbörse als Fundsache abgegeben worden, teilte die Polizei am Montag mit. In dieser habe sich auch der gestohlene Aufnäher befunden. Er solle kriminaltechnisch untersucht werden. Die Ermittlungen des Staatsschutzes dauerten an.

Bischof Wilmer nennt Antisemitismus "Sünde" - Kritik an AfD und Linkspartei

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, hat nach den jüngsten Landtagswahlen mit scharfen Worten vor einem wachsenden Antisemitismus gewarnt. "Antisemitismus ist Sünde", sagte Wilmer am Montag zu Beginn der Herbstvollversammlung der Bischöfe im hessischen Fulda. Die katholische Kirche stehe an der Seite der jüdischen Bürger in Deutschland. "Antisemitismus untergräbt unsere Demokratie", warnte Wilmer.

Rehlinger würdigt Papstbesuch in deutsch-französischer Grenzregion

Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hat den Papstbesuch in der deutsch-französischen Grenzregion als wichtige Geste gewürdigt. "Dass Papst Leo XIV. ausgerechnet Metz gewählt hat, um über Frieden und die Zukunft Europas zu sprechen, ist von großer Symbolkraft", sagte die Bevollmächtigte für die deutsch-französischen kulturellen Beziehungen am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße ändern: