Deutsche Tageszeitung - Polizei verzeichnet ruhigen Auftakt in Karnevalshochburgen am Rhein

Polizei verzeichnet ruhigen Auftakt in Karnevalshochburgen am Rhein


Polizei verzeichnet ruhigen Auftakt in Karnevalshochburgen am Rhein
Polizei verzeichnet ruhigen Auftakt in Karnevalshochburgen am Rhein / Foto: ©

Der Auftakt der Session in den Karnevalshochburgen am Rhein ist aus Sicht von Polizei und Rettungsdiensten ruhig verlaufen. Die Situation in der Altstadt sei "entspannt" gewesen, teilte die Stadt Köln in der Nacht zum Freitag mit. 59 Mal musste der Malteser Hilfsdienst Hilfe leisten, zweimal davon wegen Schnittverletzungen. Einsätze wegen Missbrauchs von Drogen oder Alkohol durch Jugendliche gab es nicht.

Textgröße ändern:

Bis zum Nachmittag mussten 30 Blessuren behandelt werden. Bei der letzten Sessionseröffnung vor Corona 2019 seien es bis zu diesem Zeitpunkt bereits 78 gewesen. Insgesamt mussten neun Autos abgeschleppt und 54 Verwarnungen erteilt werden. Trotz des Andrangs hätten die Einlasskontrollen gut funktioniert, erklärte die Stadt. Auf den zentralen Plätzen sei für die Feiernden ausreichend Platz geblieben.

Gedränge herrschte am Nachmittag im Zülpicher Viertel - die Zugänge wurden zeitweise geschlossen. In dem Stadtteil wurde eine Mitarbeiterin des Ordnungsdiensts bei einem Einsatz wegen zu lauter Außenbeschallung verletzt. Das Team wurde mit Flaschen und Dosen beworfen, eine Dose traf die Frau am Kopf. Sie konnte ihren Dienst jedoch fortsetzen. Der Dosenwerfer wurde festgenommen - ihn erwartet eine Anzeige.

Die Bundespolizei in Nordrhein-Westfalen erklärte, dass sie mehrmals wegen Menschen im Gleis einschreiten musste. Im Kölner Stadtteil Vingst kam es zu einem Unfall: Ein 25-Jähriger begab sich zu nah an die Schienen und wurde von einem Zug erfasst. Er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Die Gesamtlage blieb auch in Düsseldorf ruhig. Laut einem Polizeisprecher gab es rund um das Erwachen des Hoppeditz keinen Einsatz. In Mainz gab es laut Polizei nur wenige Einsätze. Bis etwa 22.30 Uhr waren die Beamten in der Innenstadt verstärkt präsent. Sieben Straftaten wurden registriert, davon drei wegen leichter Körperverletzung und zwei weitere wegen Beleidigungen gegenüber Einsatzkräften.

Ein 22-Jähriger fiel wegen seiner Aggression auf. Er griff zwei Frauen ans Gesäß und einem Mann in den Genitalbereich. Bei seiner Festnahme wehrte er sich und beleidigte die Polizisten. Wegen seines Verhaltens wurden eine Blutentnahme und ein Verbleib in der Gewahrsamszelle für mehrere Stunden angeordnet. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über zwei Promille. Gegen ihn wird nun wegen sexueller Belästigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ermittelt.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Hunderte Feuerwehrleute kämpfen bei starkem Wind gegen Waldbrände in Griechenland

Die Waldbrände in Griechenland bringen Feuerwehrleute an ihre Grenzen: Bei starkem Wind haben hunderte Einsatzkräfte am Samstag gegen Flammen an mehreren Stellen im Land angekämpft. Allein nahe dem Küstenferienort Porto Germeno waren fast 500 Feuerwehrleute im Einsatz, wie Zivilschutzminister Evangelos Tournas sagte. Der Wind sei teils so stark, dass Löschflugzeuge kein Wasser aufnehmen oder über den Flammen ablassen konnten. In Südwestfrankreich wurde der massive Waldbrand in der Gironde eingedämmt.

Lawinenunglück in Pakistan: Alle zehn Bergsteiger um bekannten Nirmal Purja tot

Drei Tage nach einem Lawinenunglück im Norden Pakistans ist der Tod aller zehn Bergsteiger um den international bekannten nepalesisch-britischen Rekordalpinisten Nirmal Purja bestätigt worden. Purjas Unternehmen Elite Expeditions teilte am Samstag mit, dass der 43-jährige Purja sowie alle anderen aus der von ihm geleiteten Gruppe am Broad Peak ums Leben gekommen seien. Zuvor waren bereits die Leichname von drei anderen Gruppenmitgliedern an dem gut 8000 Meter hohen Berg gefunden worden.

Italien: 26 Verletzte und Gebäudeschäden nach Erdbeben bei Neapel

Bei einem Erdbeben in der Vulkanregion nahe der italienischen Stadt Neapel sind mindestens 26 Menschen verletzt worden. Bei dem stärksten Beben in der Region seit mehreren Jahrzehnten stürzten zudem mehrere unbewohnte Gebäude ein, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Erdrutsche und herabfallende Gebäudeteile richteten weitere Schäden an. Rund 300 Menschen mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen.

Kein Vandalismus: US-Verfahren in Streit um Schäden an "Reflecting Pool" eingestellt

Die Schäden an einem unter Aufsicht von Donald Trump renovierten Wasserbecken in Washington sind nach Erkenntnissen der Ermittler entgegen der Aussagen des US-Präsidenten nicht durch Vandalismus entstanden - sondern durch Pfusch bei den Renovierungsarbeiten. Die Staatsanwaltschaft stellte aufgrund dieser Erkenntnisse ihr Verfahren gegen den früheren US-Olympiateilnehmer David Hearn ein, wie sie am Freitag mitteilte. Sie hatte ihm ursprünglich vorgeworfen, den "Reflecting Pool" mutwillig beschädigt zu haben.

Textgröße ändern: