Deutsche Tageszeitung - USA prüfen Ursprung von Weltraumschrott nach Gefährdung von ISS

USA prüfen Ursprung von Weltraumschrott nach Gefährdung von ISS


USA prüfen Ursprung von Weltraumschrott nach Gefährdung von ISS
USA prüfen Ursprung von Weltraumschrott nach Gefährdung von ISS / Foto: ©

Nachdem sich die Astronauten der Internationalen Raumstation ISS wegen Weltraumschrotts vorübergehend in Sicherheit bringen mussten, steht die Theorie eines möglichen russischen Raketentests als Ursprung der Trümmer im Raum. Das Weltraumkommando der US-Streitkräfte erklärte am Montag, es wisse von einem "Trümmer-erzeugenden Ereignis im Weltraum". "Wir arbeiten aktiv daran, das Trümmerfeld zu charakterisieren."

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Die sieben Astronauten an Bord der ISS - unter ihnen der Deutsche Matthias Maurer - hatten sich Berichten zufolge zuvor wegen Weltraumschrotts vorübergehend in zwei an die Raumstation angedockte Raumfähren zurückgezogen. Die Raumkapseln vom Typ SpaceX Crew Dragon und Sojus können im Notfall zur Evakuierung genutzt werden.

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos erklärte später, das Trümmerfeld habe sich wieder von der ISS entfernt. "Die Station befindet sich in der grünen Zone."

Derweil wurden Vermutungen laut, der Weltraumschrott könnte durch den Test einer russischen Anti-Satelliten-Rakete entstanden sein. Das auf Daten über Satelliten spezialisierte Unternehmen Seradata erklärte, bei einem solchen Test sei ein alter sowjetischer Satellit namens Cosmos 1408 zerstört worden. Dessen Trümmer könnten jetzt die ISS bedroht haben. Auch der Harvard-Astronom Jonathan McDowell hielt diese Erklärung für möglich.

(Y.Leyard--DTZ)

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