Deutsche Tageszeitung - Mutmaßliche Geldwäscher im Saarland und in Luxemburg festgenommen

Mutmaßliche Geldwäscher im Saarland und in Luxemburg festgenommen


Mutmaßliche Geldwäscher im Saarland und in Luxemburg festgenommen
Mutmaßliche Geldwäscher im Saarland und in Luxemburg festgenommen / Foto: ©

Ermittler in Hessen, im Saarland und in Luxemburg sind gegen zwei mutmaßliche Geldwäscher vorgegangen. Das Duo wurde in der vergangenen Woche bei der versuchten Ausreise an den Flughäfen Frankfurt am Main und Brüssel festgenommen, wie das Zollfahndungsamt Frankfurt am Dienstag mitteilte. Die Behörden gehen davon aus, dass die beiden Verdächtigen mindestens 3,8 Millionen Euro durch Onlineshops gewaschen haben sollen.

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Konkret wird ihnen bandenmäßiger Handel mit Arznei- und Dopingmitteln sowie damit verbundene Geldwäsche vorgeworfen. Die verschreibungspflichtigen Medikamente sollen sie unerlaubt in Onlineshops verkauft haben. Das illegal erwirtschaftete Vermögen sollen sie dann in ein eigenes weitverzweigtes, internationales Firmennetzwerk eingebracht haben, mit dem sie die Herkunft der Gelder verschleierten.

Ins Rollen kam der Fall 2019 durch eine Anzeige der Zentralstelle des Zolls zur Untersuchung verdächtiger Finanztransaktionen. Bei einer Razzia wurden zwölf Wohn- und Geschäftsräume in der Region Saarbrücken sowie in Luxemburg durchsucht.

Dabei beschlagnahmten die Ermittler unter anderem zwei hochpreisige Oldtimer und drei weitere Autos im Gesamtwert von mehreren hunderttausend Euro sowie 22 Kilogramm Gold, 340 Silbermünzen, 13 Kartons mit wertvollen Briefmarken, eine Waffe samt Munition und Geschäftsunterlagen. 90 Beamte waren im Einsatz.

(N.Loginovsky--DTZ)

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