Deutsche Tageszeitung - Baldwin nach tödlichem Schuss an Filmset erneut verklagt

Baldwin nach tödlichem Schuss an Filmset erneut verklagt


Baldwin nach tödlichem Schuss an Filmset erneut verklagt
Baldwin nach tödlichem Schuss an Filmset erneut verklagt / Foto: ©

Nach dem tödlichen Schuss von Alec Baldwin an einem Filmset in den USA ist der Hollywood-Star erneut verklagt worden. Die Drehbuch-Aufseherin Mamie Mitchell, die nach dem Schuss auf die Kamerafrau Halyna Hutchins den Notruf gewählt hatte, wirft dem Hauptdarsteller und Produzenten des Films in ihrer am Mittwoch eingereichten Klage vor, Sicherheitsvorkehrungen missachtet zu haben. So habe Baldwin anderen vorsätzlich körperlichen und seelischen Schaden zugefügt.

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"Die Ereignisse, die zum Abfeuern einer geladenen Waffe durch Herrn Baldwin führten, stellen keine einfache Fahrlässigkeit dar", sagte Mitchells Anwältin Gloria Allred vor Journalisten in Los Angeles. "Stattdessen entschied sich Herr Baldwin unserer Meinung nach dazu, Russisches Roulette zu spielen, als er eine Waffe abfeuerte, ohne sie zu überprüfen und ohne die Waffenmeisterin dies in seiner Gegenwart tun zu lassen." Sein Verhalten und das der anderen Produzenten des Western "Rust" sei "rücksichtslos" gewesen, sagte Allred.

Auch Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed und Regieassistent Dave Halls werden in Mitchells Klage genannt. Es ist bereits die zweite Klage gegen Baldwin binnen einer Woche. Zuvor hatte bereits der Chefbeleuchter des Filmsets den Schauspieler verklagt.

Baldwin, der auch Produzent des Films ist, hatte am 21. Oktober während Dreharbeiten im Bundesstaat New Mexico offenbar versehentlich die 42-jährige Kamerafrau Hutchins erschossen, als er bei einer Probe eine Requisitenwaffe abfeuerte. Regisseur Joel Souza wurde an der Schulter getroffen und verletzt. Der Revolver war offenbar mit mindestens einer echten Kugel geladen worden. Wie dies geschehen konnte, ist nach wie vor unklar.

(A.Nikiforov--DTZ)

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