Deutsche Tageszeitung - Wiedehopf ist Vogel des Jahres 2022

Wiedehopf ist Vogel des Jahres 2022


Wiedehopf ist Vogel des Jahres 2022
Wiedehopf ist Vogel des Jahres 2022 / Foto: ©

Der Wiedehopf ist zum Vogel des Jahres 2022 gewählt worden. Er setzte sich bei der zweiten öffentlichen Wahl mit 45.523 Stimmen durch, wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Donnerstag mitteilte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Mehlschwalbe mit 34.773 und der Bluthänfling mit 28.442 Stimmen. Der Wiedehopf folgt auf das Rotkehlchen als Vogel des Jahres 2021.

Textgröße ändern:

"Der Wiedehopf ist mit seinem orangeroten Gefieder und seiner markanten Federhaube auch wegen seiner spektakulären Erscheinung gewählt worden – er ist einer der auffälligsten heimischen Vögel", erklärte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Gleichzeitig komme er nur in wenigen Gebieten in Deutschland vor, beispielsweise in Rheinhessen oder der Lausitz. Er benötige halboffene bis offene insektenreiche Landschaften und liebe Wärme.

Besonders selten komme der als scheu geltende Wiedehopf in Niedersachsen vor. 2005 stand er dort noch als "ausgestorben" auf der Roten Liste, weil er massiv an Lebensraum verloren hatte. Inzwischen wachse die Population langsam wieder an. Der Wiedehopf ernährt sich von größeren Insekten und ihren Larven.

"Die Population des Wiedehopfs gilt in Deutschland als gefährdet, da es aufgrund fehlender Lebensräume immer noch wenige Brutpaare gibt – zurzeit sind es 800 bis 950", erklärte Miller. "Doch das Verbreitungsgebiet dieses wärmeliebenden Vogels wächst, was ein klares Anzeichen des Klimawandels ist."

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

71-Jähriger in den USA nach vier Jahrzehnten im Todestrakt freigelassen

Nach mehr als vier Jahrzehnten im Todestrakt ist ein wegen Mordes verurteilter 71-Jähriger in den USA aus dem Gefängnis freigekommen. "Der Staat hat ihm 41 Jahre seines Lebens genommen und ihn dem Grauen unterworfen, mehr als 40 Jahre im Todestrakt zu sein, aber heute Abend ist er endlich zuhause", erklärte der Anwalt von Douglas Carter, Neal Hamilton.

Fünf Cannabisplantagen bei Großrazzia in Nordrhein-Westfalen entdeckt

Die Polizei hat bei einer Großrazzia in Nordrhein-Westfalen fünf Cannabisplantagen entdeckt. Gegen fünf Beschuldigte wurden Haftbefehle vollstreckt, wie die Beamten in Aachen am Dienstag mitteilten. Drei weitere Verdächtige wurden vorläufig festgenommen. Insgesamt durchsuchten demnach mehr als hundert Beamte am Donnerstag insgesamt 14 Wohn- und Gewerbeobjekte. Hintergrund waren bereits seit längerer Zeit laufende Ermittlungsverfahren gegen die fünf Beschuldigten.

300 Millionen Euro Betrug mit gebrauchten Handys: Internationale Razzia

In einer vom Zoll in Essen koordinierten internationalen Aktion in 19 Ländern sind 1700 Einsatzkräfte gegen mutmaßliche Millionenbetrüger vorgegangen. Sie sollen mehr als eine Million gebrauchter Handys namhafter Hersteller als Neuware verkauft und so einen Betrugsschaden von mindestens 300 Millionen Euro verursacht haben, wie das Zollfahndungsamt in Essen am Dienstag mitteilte. Allein den deutschen Finanzämtern soll Mehrwertsteuer in Höhe von 25 Millionen Euro entgangen sein.

Gedenkort nach CSD-Anschlag: Regenbogenbank in Berlin schon wieder beschädigt

Eine Bank in Regenbogenfarben, die im Berliner Tiergarten an den Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) erinnert, ist innerhalb weniger Wochen zum dritten Mal beschädigt worden. Unbekannte demolierten mehrere Holzlatten der Sitzfläche und brachen mindestens ein Teilstück einer Latte vollständig ab, wie die Polizei in der Bundeshauptstadt am Dienstag mitteilte. Die Ermittlungen des polizeilichen Staatsschutzes des Berliner Landeskriminalamts liefen.

Textgröße ändern: