Deutsche Tageszeitung - Untersuchung: 2021 tausende Mammutbäume durch Waldbrände in Kalifornien zerstört

Untersuchung: 2021 tausende Mammutbäume durch Waldbrände in Kalifornien zerstört


Untersuchung: 2021 tausende Mammutbäume durch Waldbrände in Kalifornien zerstört
Untersuchung: 2021 tausende Mammutbäume durch Waldbrände in Kalifornien zerstört / Foto: ©

Bei den diesjährigen schweren Waldbränden im US-Bundesstaat Kalifornien sind einer Untersuchung zufolge tausende Mammutbäume zerstört worden. Durch die Feuer seien bis zu 3600 Mammutbäume mit einem Umfang von mindestens 1,20 Meter vernichtet oder so stark geschädigt worden, dass sie voraussichtlich in spätesten fünf Jahren eingingen, heißt es in der ersten umfassenden Untersuchung zu den Schäden, die am Freitag (Ortszeit) veröffentlicht wurde.

Textgröße ändern:

Dies seien fünf Prozent der weltweiten Vorkommen der riesigen Bäume, hieß es weiter. 2020 waren demnach bereits 14 Prozent des damaligen Mammutbaum-Bestandes durch schwere Brände vernichtet worden.

Mammutbäume sind gut vor Bränden geschützt, etwa durch eine sehr dicke Rinde. Während ihres jahrtausendelangen Lebens überstehen sie viele Waldbrände. Die Hitze des Feuers hilft ihnen sogar dabei, dass sich ihre Zapfen öffnen und die darin enthaltenen Samen für neue Mammutbäume freigeben.

Durch den Klimawandel nimmt die Intensität der Waldbrände jedoch zu. Außerdem können sich die Mammutbrände wegen anhaltender Dürre nicht gut von den Bränden erholen.

"Die ernüchternde Realität ist, dass wir einen weiteren großen Verlust bei einer endlichen Population dieser bedeutenden Bäume erlebt haben", erklärte der Leiter der Verwaltung des Sequoia- und des Kings-Canyon-Nationalparks, Clay Jordan. Dieser Verlust sei über Generationen hinweg unersetzbar.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Proteste an französischen Schulen weiten sich aus - Lehrer streiken

In Frankreich haben sich teils gewaltsame Schülerproteste gegen schlecht ausgestattete Gebäude und zu lange Schultage ausgeweitet. Bei Unruhen an etwa 340 Schulen im ganzen Land wurden zehn Menschen verletzt, wie das Bildungsministerium am Dienstag mitteilte. Etwa 40 Schulen wurden blockiert, die Polizei nahm 40 Menschen in Gewahrsam. Die Bewegung war vor einigen Tagen im Großraum Paris entstanden und hatte sich auf andere Landesteile ausgebreitet.

Sachsen: Anklage gegen vier mutmaßliche IS-Mitglieder erhoben

In Sachsen ist Anklage gegen vier mutmaßliche IS-Mitglieder erhoben worden. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden wirft den Beschuldigten im Alter zwischen 27 und 43 Jahren Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vor, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Sie sollen im Irak als Kämpfer, Scharfschützen oder Grenzschützer für verschiedene Verbände der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) tätig gewesen sein.

Leiche aus See in Berlin geborgen - Hinweise auf Verbrechen

Nach der Bergung einer Leiche aus einem See in Berlin vermuten Ermittler ein Verbrechen. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in der Bundeshauptstadt mitteilten. Demnach hatten Bootsfahrer die Leiche am Montag im Tegeler See im Stadtteil Reinickendorf entdeckt.

Mögliche Anschlagspläne in Großbritannien: Offenbar kein Sprengstoff gefunden

Das Rätselraten über mögliche Anschlagspläne an einem auch von den USA genutzten britischen Militärstützpunkt im Südwesten Englands geht weiter: Am Luftwaffenstützpunkt Fairford waren am Dienstag weiter bewaffnete Polizisten im Einsatz, auch ein nahegelegenes Dorf war weiter abgeriegelt. Britische Medien berichteten allerdings, in den in der Nähe des Stützpunkts beschlagnahmten Fahrzeugen sei kein Sprengstoff gefunden worden. Fünf Verdächtige waren bereits am Montag wieder freigelassen worden.

Textgröße ändern: