Deutsche Tageszeitung - Karnevalshochburgen in NRW lehnen Verschiebung von Session strikt ab

Karnevalshochburgen in NRW lehnen Verschiebung von Session strikt ab


Karnevalshochburgen in NRW lehnen Verschiebung von Session strikt ab
Karnevalshochburgen in NRW lehnen Verschiebung von Session strikt ab / Foto: ©

Nach der Verschiebung des Düsseldorfer Rosenmontagszugs haben die übrigen großen Karnevalshochburgen im Rheinland einem Aufschub der Session eine klare Absage erteilt. "Der Karneval ist kein reines Partyevent, das man beliebig planen und verschieben kann. Er ist ein jahrhundertealtes Brauchtum und bewegt sich als solches in einem festen zeitlichen Rahmen", erklärte das Festkomitee Kölner Karneval am Donnerstag. Entsprechend dem Kirchenkalender ende das Fest "zwangsläufig" an Aschermittwoch mit dem Beginn der Fastenzeit.

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Vertreter der rheinischen Karnevalsstädte Köln, Aachen und Bonn hatten am Vormittag mit Vertretern der Landesregierung zur weiteren Planung rund um die Karnevalssession 2022 getagt. Dabei sei auch die am Vortag bekannt gewordene Entscheidung des Comitee Düsseldorfer Carneval (CC), den Rosenmontagszug auf den 8. Mai zu verlegen, diskutiert worden. Der Beschluss habe die Karnevalsstädte "überrascht und irritiert", hieß es in der Mitteilung.

"Es ist mehr als traurig, dass in Düsseldorf rein wirtschaftliche Gründe dafür sorgen, dass alle Regeln des Brauchtums über Bord geworfen werden", kritisierte das Festkomitee. Köln habe in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Karneval mehr sein könne als "bunte Partys und kommerzielle Events". Sollte die Pandemielage es nicht anders zulassen, würden auch dieses Mal kreative Lösungen gefunden.

Nach Angaben der Stadt Köln von Donnerstag hatte der Karnevalsauftakt am 11.11. unter 2G-Bedingungen keinen signifikanten Einfluss auf das Corona-Infektionsgeschehen. Statt eines "sprunghaften" Anstiegs der Inzidenzen sei eine "eher gleichmäßige Fortsetzung des zuvor schon vorhandenen kontinuierlichen Anstiegs" zu beobachten.

Demnach lassen sich 426 positive Corona-Fälle auf den Elften im Elften zurückführen. Beim überwiegenden Großteil verlaufe die Erkrankung mild. Nach eigenen Angaben hatten sich 80 Prozent der Infizierten hauptsächlich bei Feierlichkeiten in Innenräumen aufgehalten.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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