Deutsche Tageszeitung - Drei Festnahmen bei Razzia gegen mutmaßliche internationale Drogenbande in NRW

Drei Festnahmen bei Razzia gegen mutmaßliche internationale Drogenbande in NRW


Drei Festnahmen bei Razzia gegen mutmaßliche internationale Drogenbande in NRW
Drei Festnahmen bei Razzia gegen mutmaßliche internationale Drogenbande in NRW / Foto: ©

In Nordrhein-Westfalen haben Zoll und Polizei am Donnerstag einen mutmaßlichen internationalen Drogenring zerschlagen. Bei einer Razzia im Kreis Kleve und in Krefeld wurden drei Beschuldigte festgenommen, wie die Zollfahndung Essen und die Staatsanwaltschaft Kleve gemeinsam mitteilten. Zudem seien über 88 Kilogramm Heroin, 130 Kilogramm Haschisch und mehr als 50.000 Euro beschlagnahmt worden.

Textgröße ändern:

Die drei Beschuldigten im Alter von 33 bis 39 Jahren werden verdächtigt, als Bande speziell präparierte "Schmuggelverstecke" in Baumaschinen eingebaut zu haben. Anschließend seien die Maschinen mit Drogen im "zwei- bis dreistelligen Kilobereich" befüllt worden und vom europäischen Festland aus zu Großabnehmern in Großbritannien transportiert worden.

Nach der Festnahme zweier niederländischer Rauschgiftkuriere, die bereits zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden, hätten umfangreiche Ermittlungen zur Identifizierung der Gruppe geführt. Eine von den Beschuldigten präparierte Baumaschine beschlagnahmten die Ermittler im August dieses Jahres in Irland. In einer Hebebühne waren damals 88 Kilogramm Heroin verbaut.

Der Straßenverkaufswert der am Donnerstag beschlagnahmten Drogen lag den Angaben zufolge bei rund 7,4 Millionen Euro. Bei den Durchsuchungen in insgesamt neun Objekten wurden zudem zwei verschlossene Tresore, Arzneimittel und elektronische Datenträger beschlagnahmt.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

"Schwierige Stunden" bei Waldbränden in Frankreich und Spanien

In Frankreich und Spanien versuchen die Behörden weiterhin mit aller Kraft, die beispiellosen Waldbrände unter Kontrolle zu bringen. Frankreichs Regierung setzte am Samstag weitere 500 Soldaten sowie ein Militärflugzeug vom Typ A400M für die Löscharbeiten ein. Im Südwesten des Landes mussten 200.000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, im Nachbarland Spanien 60.000. Der französische Premierminister Sébastien Lecornu warnte am Abend wegen sich verschlechternder meteorologischer Bedingungen vor "schwierigen Stunden".

Waldbrände in Frankreich: Präsident Macron verspricht Wiederaufbau

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat einen Wiederaufbau der von verheerenden Waldbränden im Südwesten des Landes verwüsteten Gegenden versprochen. "Wir werden wiederaufbauen, wir werden reparieren, und wir werden so lange vor Ort bleiben, wie es nötig ist", schrieb Macron am Samstag im Kurzbotschaftendienst X. In diesen schwierigen Zeiten zeige Frankreich, was es sei: "Ein vereintes Volk, das zusammenhält."

Zwei Tote: Kleinflugzeug stürzt auf Wohnhaus in Niedersachsen

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Niedersachsen sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Leichtflugzeug stürzte am Samstagvormittag aus zunächst unbekannter Ursache auf das Dach eines Wohnhauses in der Ortschaft Ganderkesee im Landkreis Oldenburg, wie die Polizei mitteilte. Nachdem die Polizei zunächst von einem Toten und einem Vermissten sprach, bestätigte sie am Abend den Tod von beiden Insassen der Maschine.

Waldbrände in Südeuropa: Brantner fordert mehr Aufmerksamkeit für Klimaschutz

Angesichts der verheerenden Waldbrände in Frankreich und Spanien hat Grünen-Chefin Franziska Brantner mehr Aufmerksamkeit für den Klimaschutz gefordert. "Diese Brände zeigen erneut, wie verletzlich unsere Gesellschaften durch die Folgen der Klimakrise geworden sind", sagte Brantner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Umso wichtiger ist es, jetzt entschlossen zu helfen und gleichzeitig alles dafür zu tun, solche Katastrophen künftig zu begrenzen."

Textgröße ändern: