Deutsche Tageszeitung - Erdbeben der Stärke 7,3 löst Panik in Ost-Indonesien aus

Erdbeben der Stärke 7,3 löst Panik in Ost-Indonesien aus


Erdbeben der Stärke 7,3 löst Panik in Ost-Indonesien aus
Erdbeben der Stärke 7,3 löst Panik in Ost-Indonesien aus / Foto: ©

Ein Erdbeben der Stärke 7,3 hat am Dienstag die Bevölkerung im Osten Indonesiens in Panik versetzt. Sein Ausgangspunkt lag der US-Erdbebenwarte (USGS) zufolge rund 100 Kilometer nördlich der Stadt Maumere auf der Insel Flores in rund 18,5 Kilometern Meerestiefe. Die Behörden meldeten keine Opfer oder größere Schäden, mahnten jedoch wegen kleinerer Nachbeben zu Vorsicht. Eine Tsunami-Warnung wurde wieder aufgehoben.

Textgröße ändern:

Auf Videos in den Online-Netzwerken war zu sehen, wie Menschen in Panik ins Freie liefen, einige mit kleinen Kindern im Arm. Andere versuchten, sich in ihren Autos in Sicherheit zu bringen, was zu Staus auf den Straßen führte. Aus Angst vor einem Tsunami flohen tausende Menschen aus Maumere auf höher gelegenes Gelände. "Die Menschen wurden gerade geimpft, als das Beben losbrach. Sie rannten panisch davon", berichtete Yulius Tara, ein Bewohner der Stadt.

Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum hob seine Warnung im Laufe des Tages auf. Zuvor hatte es vor "gefährlichen Wellen für die Küsten im Umkreis von 1000 Kilometern um das Epizentrum" gewarnt.

Der südostasiatische Inselstaat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort stoßen mehrere tektonische Platten aufeinander und lösen häufig Erdbeben oder Vulkanausbrüche aus. 2004 hatte ein Beben der Stufe 9,1 an der Küste von Sumatra einen verheerenden Tsunami ausgelöst. 220.000 Menschen kamen ums Leben, darunter allein 170.000 in Indonesien.

Bei einer Erdbebenserie waren im Jahr 2018 auf der indonesischen Urlauberinsel Insel Lombok und der benachbarten Insel Sumbawa mehr als 550 Menschen umgekommen. Später im selben Jahr wurden bei einem Beben der Stärke 7,5 und einem anschließenden Tsunami in Palu auf der Insel Sulawesi mehr als 4300 Menschen getötet.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Streit um enteignete Wiese im Tagebau Hambach: Umweltverband scheitert vor Gericht

Der Umweltverband BUND ist vor dem nordrein-westfälischen Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster mit einer Klage gegen die Enteignung einer Wiese im Tagebau Hambach gescheitert. Das Gericht wies die Klage laut Mitteilung vom Freitag ab. Zwar soll unter der Wiese nach der geänderten Tagebauplanung keine Braunkohle mehr abgebaut werden. Die Fläche soll aber weiterhin abgebaggert werden, um Erdmassen für die Böschungen eines geplanten Sees zu gewinnen.

Grüne zu Karlsruher Urteil um Aufnahmeprogramm: Beendet Dobrindts Willkür

Die Grünen sehen den Erfolg einer Afghanin mit deutscher Aufnahmezusage vor dem Bundesverfassungsgericht als "schmerzhafte Niederlage" für Innenminister Alexander Dobrindt (CSU). Für dessen Ressort "zählten die Schlagzeilen über harte Migrationspolitik zuletzt offenbar mehr als das Schutzversprechen eines Rechtsstaats", sagte Grünen-Innenpolitiker Marcel Emmerich am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. "Genau diese Willkür beendet Karlsruhe jetzt."

"Dramatische" Waldbrände in Südeuropa: Zehntausende evakuiert - EU-Hilfe für Frankreich und Spanien

Die Waldbrand-Situation in Südeuropa nimmt immer dramatischere Dimensionen an: Allein in Frankreich wurden bereits rund 58.000 Menschen aus bei Touristen beliebten Gegenden an der Atlantikküste evakuiert. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez nannte die Lage in seinem Land und in den Nachbarstaaten am Freitag "dramatisch", seine Regierung rief für zwei Regionen den "Notstand nationaler Tragweite" aus. Frankreich und Spanien forderten Hilfe von der EU an, diese schickte Löschflugzeuge.

Schneider mahnt zu besserem Wassermanagement wegen Klimawandels

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat angesichts der fortschreitenden Erderwärmung zu einem sorgfältigeren Umgang mit Wasser gemahnt. "Wir sind mitten im Klimawandel. Wir müssen zum einen die Erderwärmung aufhalten, aber auch mit dem Wassermanagement und der Klimaanpassung umgehen", sagte Schneider am Freitag am Rande eines Treffens der EU-Umweltminister im irischen Cork. Dabei sollten die EU-Staaten kooperativ zusammenarbeiten.

Textgröße ändern: