Deutsche Tageszeitung - Frankreich verschärft seine Reisebeschränkungen

Frankreich verschärft seine Reisebeschränkungen


Frankreich verschärft seine Reisebeschränkungen
Frankreich verschärft seine Reisebeschränkungen / Foto: ©

Um eine Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus zu bremsen, verschärft Frankreich die Reisebeschränkungen für Großbritannien. Nicht notwendige Reisen ins oder aus dem Königreich seien von Samstag an untersagt, kündigte die Regierung am Donnerstag an. Über weitere Maßnahmen soll am Freitag in einer Krisensitzung beraten werden.
  
Die französische Regierung ist nicht nur wegen Omikron, sondern auch angesichts des allgemeinen Infektionsgeschehens im Land besorgt. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Frankreich derzeit bei rund 500 Fällen auf 100.000 Einwohner. Nach der Krisensitzung der Regierung am Freitag sollen weitere Einschränkungen oder zumindest Empfehlungen für die Weihnachtszeit verkündet werden.
 
Eine französische Ärztegewerkschaft warnte vor zahlreichen Verschiebungen weniger dringender Operationen im Januar. Laut dem Bildungsministerium sind derzeit 3150 Klassen geschlossen. Das Virus verbreitet sich derzeit vor allem unter noch nicht geimpften Grundschulkindern. Die Regierung bietet den Grundschulen wöchentlich etwa 400.000 Covid-Tests an. "Aber nur etwa 50 Prozent der Eltern nehmen das Angebot an", bedauerte Bildungsminister Jean-Michel Blanquer. Derzeit werden Klassen nur geschlossen, wenn mindestens drei Kinder positiv getestet sind.
 
Wegen Omikron dürften Menschen von Samstag an nicht mehr aus "touristischen oder beruflichen Gründen" von oder nach Großbritannien einreisen, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal dem Sender BFM-TV. Die gelte sowohl für Ungeimpfte als auch für Geimpfte. Franzosen und Bürger mit einem Wohnsitz in Frankreich dürften jedoch weiterhin von Großbritannien in ihre Heimat zurückkehren. "Wir werden ein System von Kontrollen einführen, das drastisch strenger ist als jenes, das wir bereits haben", sagte Attal.
 
Reiserückkehrer müssten künftig einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden ist, kündigte Attal weiter an. Bislang reichte ein Test, der nicht älter als 48 Stunden war. Zudem werde eine verpflichtende siebentägige Quarantäne eingeführt. Den Ort, an dem die Quarantäne stattfinden soll, dürften die Reiserückkehrer selbst wählen. Es finde eine Kontrolle durch die Sicherheitskräfte statt. Wenn ein bei der Ankunft erfolgter Corona-Test negativ ausfalle, könne die Quarantäne nach 48 Stunden aufgehoben werden.
 
"Unsere Strategie besteht darin, die Ausbreitung von Omikron in unserem Land so weit wie möglich hinauszuzögern und diesen Vorteil zu nutzen, um Booster-Impfungen voranzutreiben", sagte er. In Frankreich wurden laut Attal bislang 240 Fälle mit der Omikron-Variante entdeckt, aber "es gibt wahrscheinlich noch mehr", fügte er hinzu.
 
In Großbritannien hat sich die hochansteckende Omikron-Variante des Virus inzwischen stark ausgebreitet. Das Land meldete am Mittwoch einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen. Nach Behördenangaben wurden 78.610 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet - so viele wie noch nie seit Pandemiebeginn. Die Behörden meldeten zudem 165 neue Todesfälle. Die Ausbreitung der Omikron-Variante und mögliche Gegenmaßnahmen sollten auch beim EU-Gipfel in Brüssel besprochen werden.  (A.Nikiforov--DTZ)
 

Empfohlen

Waldbrand außer Kontrolle: 3500 Menschen in Gemeinde westlich von Madrid evakuiert

Wegen eines außer Kontrolle geratenen Waldbrandes westlich von Madrid haben die Behörden für 3500 Menschen eine Evakuierung angeordnet. Wie die Rettungskräfte am Donnerstag im Onlinedienst X mitteilten, wurden Warnmeldungen an die Bewohner der 60 Kilometer von Madrid entfernten Gemeinde Aldea del Fresno verschickt mit der Aufforderung, ihre Häuser vorsorglich zu verlassen. Die Bewohner sollten demnach in eine andere nahegelegene Ortschaft gebracht werden, um sie von einem außer Kontrolle geratenen Feuer in der Umgebung fernzuhalten.

Mann bei bewaffnetem Banküberfall mit Messer in Regensburg getötet

Bei einem Messerangriff in einer Bank in Regensburg ist ein Mensch getötet worden. Der von dem 20 Jahre alten Angreifer am Donnerstag lebensgefährlich verletzte Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Der Täter konnte etwa drei Stunden nach der Tat festgenommen werden, er blieb bei dem Zugriff unverletzt. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sprach den Angehörigen des Opfers sein Mitgefühl aus.

Bewaffneter Banküberfall mit Messer in Regensburg: Ein Mensch stirbt

Bei einem Messerangriff in einer Bank in Regensburg ist ein Mensch ums Leben gekommen. Der von dem 20 Jahre alten Angreifer am Donnerstag lebensgefährlich verletzte Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Der Täter konnte etwa drei Stunden nach der Tat festgenommen werden, er blieb bei dem Zugriff unverletzt.

Messerangriff in Bank in Bayern: Ein Mensch lebensgefährlich verletzt

Bei einem Messerangriff in einer Bankfiliale im bayerischen Regensburg ist am Donnerstag ein Mensch lebensgefährlich verletzt worden. Der Täter befinde sich noch im Bankgebäude, teilte die örtliche Polizei mit. Dort sollten nach bisherigen Erkenntnissen weitere Menschen sein.