Deutsche Tageszeitung - EMA unterstützt Einsatz von Corona-Medikament Paxlovid für Notfälle

EMA unterstützt Einsatz von Corona-Medikament Paxlovid für Notfälle


EMA unterstützt Einsatz von Corona-Medikament Paxlovid für Notfälle
EMA unterstützt Einsatz von Corona-Medikament Paxlovid für Notfälle / Foto: ©

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA unterstützt den Einsatz des Corona-Medikaments Paxlovid des US-Pharmakonzerns Pfizer für Notfälle. Die Tabletten könnten "zur Behandlung von Erwachsenen mit Covid-19 eingesetzt werden, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs besteht", erklärte die EMA am Donnerstag. Damit kann das Medikament noch vor seiner Zulassung in der EU eingesetzt werden.

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Am Montag hatte Pfizer die endgültigen Daten einer klinischen Studie zur Wirksamkeit der Pille vorgestellt. Demnach senkt das antivirale Medikament bei Risikopatienten die Gefahr einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um 89 Prozent. Dies gilt, wenn die Behandlung innerhalb von drei Tagen nach Auftreten der Krankheitssymptome begonnen wurde. Startete die Behandlung innerhalb von fünf Tagen nach Auftreten der Symptome, lag der Schutz immer noch bei 88 Prozent.

Das Medikament verringert die Fähigkeit des Coronavirus, sich in den Körperzellen zu vermehren, und bremst damit die Weiterentwicklung der Krankheit Covid-19. Kombiniert wird der neue Wirkstoff mit dem Medikament Ritonavir, das bereits zur Behandlung von HIV-Patienten eingesetzt wird.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Paxlovid sind laut EMA eine Störung des Geschmackssinns, Durchfall und Erbrechen. Das Medikament sollte den Angaben zufolge nicht von Schwangeren eingenommen werden, Mütter sollten das Stillen während der Einnahme unterbrechen.

Nationale Behörden können nun über einen Einsatz des Mittels noch vor der offiziellen Zulassung entscheiden. Dies sei etwa in Notfallsituationen möglich, wie sie durch "steigende Infektions- und Todesraten durch Covid-19" eintreten könnten, erklärte die EMA. Das sogenannte rollierende Verfahren zur formellen Zulassung der Tablette werde eingeleitet, teilte die EMA weiter mit. Eine endgültige Entscheidung könnte demnach in einigen Monaten fallen.

(W.Uljanov--DTZ)

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