Deutsche Tageszeitung - 27 Tote bei Gebäudebrand in Japan befürchtet

27 Tote bei Gebäudebrand in Japan befürchtet


27 Tote bei Gebäudebrand in Japan befürchtet
27 Tote bei Gebäudebrand in Japan befürchtet / Foto: ©

Nach einem Brand in einem Geschäftsgebäude in der japanischen Wirtschaftsmetropole Osaka werden der Feuerwehr zufolge zahlreiche Todesopfer befürchtet. Nach Angaben vom Freitagvormittag (Ortszeit) konnten bei 27 von 28 Verletzten keine Lebenszeichen festgestellt werden. Die Brandopfer seien ins Krankenhaus gebracht worden. In Japan kann nur ein Arzt einen Menschen offiziell für tot erklären.

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Der Feuerwehr zufolge war der Brand am Freitagvormittag im vierten Stock des Gebäudes in einem belebten Geschäftsviertel der Metropole im Westen des Landes ausgebrochen. Auf dem Stockwerk ist eine psychiatrische Klinik untergebracht.

Die Feuerwehr hatte den Brand eigenen Angaben zufolge binnen einer halben Stunde unter Kontrolle gebracht. Demnach waren 70 Fahrzeuge im Einsatz. Ein Sprecher der Polizei von Osaka sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Beamten die Ursache des Brandes untersuchten.

Fernsehbilder zeigten dutzende Feuerwehrleuten, die innerhalb und außerhalb des achtstöckigen Gebäudes im Einsatz waren. Das verkohlte Innere des schmalen Bürogebäudes war durch zerbrochene und geschwärzte Fenster zu sehen.

Eine junge Frau, die den Brand beobachtet hatte, sagte dem Fernsehsender NHK, sie habe eine Frau gesehen, die im vierten Stock eingeschlossen war. "Sie lehnte sich aus dem Fenster und sagte Dinge wie ’Bitte helfen Sie’" Die Eingeschlossene schien sehr schwach zu sein. "Vielleicht hat sie viel Rauch eingeatmet", sagte die Augenzeugin NHK.

Brände mit Toten sind in Japan wegen strenger Baunormen sehr ungewöhnlich. Auch Gewaltverbrechen sind vergleichsweise selten.

Vor einem Jahr wurde ein Mann wegen Mordes angeklagt, weil er 2019 einen Brandanschlag auf ein Animationsstudio in Kyoto verübt hatte. Dabei kamen 36 Menschen ums Leben. Bei einem Brandanschlag auf eine Videothek in Osaka im Jahr 2008 wurden 16 Menschen getötet. Der Angreifer sitzt nun in der Todeszelle.

(W.Uljanov--DTZ)

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