Deutsche Tageszeitung - Zahl der Todesopfer durch Super-Taifun "Rai" steigt auf mehr als 20

Zahl der Todesopfer durch Super-Taifun "Rai" steigt auf mehr als 20


Zahl der Todesopfer durch Super-Taifun "Rai" steigt auf mehr als 20
Zahl der Todesopfer durch Super-Taifun "Rai" steigt auf mehr als 20 / Foto: ©

Die Zahl der Todesopfer durch den Super-Taifun "Rai" auf den Philippinen hat sich auf mehr als 20 erhöht. Nach Angaben der nationalen Katastrophenbehörde vom Samstag wurden mehr als 18.000 Einsatzkräfte für Such- und Rettungsmaßnahmen in den am schwersten betroffenen Regionen mobilisiert. Vor allem auf der Ferieninsel Siargao sowie der nördlichen Spitze der Insel Mindanao seien "schwere Schäden" entstanden.

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Die Zahl der Todesopfer habe sich auf mindestens 23 erhöht, teilten die Behörden am Samstag mit. Unter anderem wurden nun auch von den Inseln Mindanao und Dinagat Todesopfer vermeldet. Am Freitag hatte die Katastrophenschutzbehörde noch von mindestens zwölf Todesopfern gesprochen.

Der Taifun hatte am Donnerstag und Freitag schwere Schäden auf mehreren Inseln im Süden des Landes angerichtet, Stromleitungen wurden abgerissen und zahlreiche Dörfer überflutet. Mehr als 300.000 Menschen mussten ihre Häuser zwischenzeitlich verlassen.

Der Chef des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes auf den Philippinen, Alberto Bocanegra, warnte, dass sich die Unterbrechung der Stromversorgung auf die Wasserversorgung auswirken werde, was Bedenken hinsichtlich Hygiene und Krankheiten aufkommen lasse.

"Rai" war am Donnerstag auf Siargao auf Land getroffen. Angesichts von Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Stundenkilometern wurde er als Super-Taifun eingestuft. Laut philippinischer Meteorologiebehörde schwächte "Rai" sich am Freitag auf Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Stundenkilometern ab und bewegte sich in Richtung der bei Touristen beliebten Insel Palawan. Von dort zog er in der Nacht zum Samstag Richtung Südchinesisches Meer und Vietnam weiter.

Taifun "Rai", von den Einheimischen als "Odette" bezeichnet, traf die Philippinen zum Ende der Taifun-Saison. Die meisten heftigen Wirbelstürme entwickeln sich zwischen Juli und Oktober. Ein Super-Taifun entspricht in den USA einem Hurrikan der Kategorie fünf. Weltweit ereignen sich in der Regel etwa fünf Stürme dieser Stärke pro Jahr.

Die Philippinen werden jedes Jahr von durchschnittlich 20 Stürmen und Taifunen heimgesucht, die Ernten, Häuser und Infrastruktur in ohnehin strukturschwachen Gebieten zerstören. Durch den Klimawandel und die damit steigenden Meerestemperaturen nehmen Wirbelstürme in ihrer Zahl und Intensität zu. Die Philippinen gelten daher als eines der am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffenen Länder der Welt.

Der stärkste jemals registrierte Zyklon auf den Philippinen war der Super-Taifun "Haiyan". Durch den Sturm 2013 gab es mehr als 7300 Tote und Vermisste.

(A.Stefanowych--DTZ)

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