Deutsche Tageszeitung - EMA: Anpassung der Corona-Impfstoffe an Omikron-Variante noch offen

EMA: Anpassung der Corona-Impfstoffe an Omikron-Variante noch offen


EMA: Anpassung der Corona-Impfstoffe an Omikron-Variante noch offen
EMA: Anpassung der Corona-Impfstoffe an Omikron-Variante noch offen / Foto: ©

Ob die Omikron-Variante eine Anpassung der zugelassenen Corona-Impfstoffe notwendig macht, ist nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) noch offen. "Es gibt noch keine Antwort darauf, ob wir einen adaptierten Impfstoff mit einer anderen Zusammensetzung brauchen, um diese oder andere Varianten zu bekämpfen", sagte EMA-Chefin Emer Cooke am Dienstag vor Journalisten. Zunächst einmal müssten mehr Daten über die Auswirkungen von Omikron auf die Wirksamkeit der vorhandenen Impfstoffe erhoben werden.

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Bei der Bewertung muss es nach Angaben der EMA-Chefin auch darum gehen, wie gut die Impfstoffe auch weiterhin leichte und schwere Krankheitsverläufe sowie Krankenhausaufenthalte und Todesfälle verhindern.

Der Leiter der EMA-Impfstoffstrategie, Marco Cavaleri, sagte, es werde noch einige Wochen dauern, "bis wir wirklich ein vollständiges Bild davon haben, was wir in der Zukunft erwarten können". Trotzdem müsse natürlich darüber nachgedacht werden, "Impfstoffe für Varianten wie Omikron zu entwickeln, damit wir vorbereitet sind, falls sich herausstellen sollte, dass wir Impfungen mit einem angepassten Impfstoff brauchen".

Mit fünf zugelassenen Impfstoffen und sechs zugelassenen Medikamenten zur Behandlung von Covid-19 sei die EU inzwischen aber in einer viel besseren Position als im vergangenen Jahr, sagte Cooke. "Wir haben viel mehr Werkzeuge zur Verfügung."

Als fünfter Corona-Impfstoff war am Montag das Vakzin des US-Herstellers Novavax in der Europäischen Union zugelassen worden. Der proteinbasierte Impfstoff Nuvaxovid erhielt nach einer entsprechenden Empfehlung der EMA eine bedingte Marktzulassung durch die EU-Kommission. "In einer Zeit, in der sich die Omikron-Variante schnell ausbreitet und wir die Impfungen vorantreiben müssen, freue ich mich besonders über die heutige Zulassung des Novavax-Impfstoffs", erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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