Deutsche Tageszeitung - Acht Festnahmen bei Drogenrazzia in Hamburg und Umgebung

Acht Festnahmen bei Drogenrazzia in Hamburg und Umgebung


Acht Festnahmen bei Drogenrazzia in Hamburg und Umgebung
Acht Festnahmen bei Drogenrazzia in Hamburg und Umgebung

Bei einer Razzia gegen organisierten Drogenhandel sind in Hamburg und Umgebung acht Tatverdächtige festgenommen worden. Nach mehrmonatigen Ermittlungen gegen mehrere Gruppen wegen Drogenhandels in großem Stil wurden am Mittwoch 27 Wohnungen, Geschäfts- und Nebenräume in der Hansestadt und dem Umland durchsucht, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag gemeinsam mitteilten. Die verschiedenen Banden sollen in unterschiedlichen Konstellationen zusammengearbeitet haben.

Textgröße ändern:

Demnach lagen gegen sieben Männer Haftbefehle vor. Ein weiterer Verdächtiger wurde dem Haftrichter vorgeführt, nachdem sich während der Razzia ein dringender Tatverdacht gegen ergeben hatte, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Ermittelt werde gegen 22 Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 19 und 68 Jahren. Die Beschuldigten seien deutsche, türkische, griechische und albanische Staatsangehörige. Sie sollen mit rund 20 Kilogramm Kokain und über einer Tonne Marihuana gehandelt und drei scharfe Schusswaffen verkauft haben.

Bei der Razzia wurden demnach unter anderem verschiedene Drogen im Kilogrammbereich, Ausrüstung für eine Marihuanaplantage, verbotene Messer und Schlagstöcke, sowie mehrere Luxusuhren und mehr als 27.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Zudem hätten die Polizisten fünf gefälschte und 48 Blankoimpfpässe entdeckt sowie Vermögensarreste in Höhe von viereinhalb Millionen Euro vollstreckt. Im Einsatz waren mehr als 200 Beamte.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Urteil wegen mutmaßlicher iranischer Anschlagspläne in Hamburg erwartet

In einem Prozess um mutmaßliche Vorbereitungen für iranische Anschläge auf deutsch-jüdische Vertreter wird am Donnerstag (11.00 Uhr) vor dem Hamburger Oberlandesgericht das Urteil erwartet. Angeklagt sind ein mutmaßlicher iranischer Geheimagent und ein mutmaßlich von ihm angeworbener Komplize. Sie waren laut Anklage auf den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und den Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, den Grünen-Politiker Volker Beck, angesetzt.

AFP-Interview: Friedensnobelpreisträgerin Pillay empfiehlt Trump Lektion im Völkerrecht

Friedensnobelpreisträgerin Navi Pillay sieht in den US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) eine gezielte Retourkutsche Washingtons. Dies sei eine "Reaktion darauf, dass der Preis nicht an Präsident (Donald) Trump vergeben wurde", sagte die 85-jährige Südafrikanerin in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Darin bezeichnete sie die Sanktionen als "illegal" und empfahl dem US-Präsidenten eine Lektion im Völkerrecht.

Fahndung in Nordrhein-Westfalen: Unbekannte sollen 34-jährigen Häftling befreit haben

In Nordrhein-Westfalen sollen am Mittwoch zwei Unbekannte einen 34-jährigen Häftling zur Flucht verholfen haben. Alle drei seien flüchtig, teilte die Polizei in Essen mit. Laut einem Polizeisprecher soll der Häftling aus einer Justizvollzugsanstalt zu einer Arztpraxis in der Essener Innenstadt gebracht worden sein. Nach den zwei eventuell bewaffneten Unbekannten und dem Häftling wurde gefahndet.

An Lungenkrebs erkrankter Papst hat nach Operation das Klinikbett verlassen

Einen Tag nach seiner Operation an der Lunge wegen eines bösartigen Tumors hat Papst Leo XIV. das Bett im Gemelli-Krankenhaus in Rom verlassen. Der 71-Jährige habe sich Atemübungen unterzogen, teilten seine Ärzte in einer am Mittwoch vom Vatikan veröffentlichten Erklärung mit. Er sei umhergegangen und habe gegessen.

Textgröße ändern: