Deutsche Tageszeitung - Zahl der Toten durch Überschwemmungen in Südafrika auf mehr als 300 gestiegen

Zahl der Toten durch Überschwemmungen in Südafrika auf mehr als 300 gestiegen


Zahl der Toten durch Überschwemmungen in Südafrika auf mehr als 300 gestiegen
Zahl der Toten durch Überschwemmungen in Südafrika auf mehr als 300 gestiegen / Foto: © AFP

Die Zahl der Toten durch schwere Überschwemmungen in Südafrika ist auf mehr als 300 gestiegen. Bis Mittwochabend seien im Großraum Durban 306 Tote gemeldet worden, sagte die Sprecherin des Büros für Katastrophenmanagement in der Provinz KwaZulu-Natal der Nachrichtenagentur AFP. Tagelange heftige Regenfälle hatten in der Region an der Ostküste des Landes Überflutungen und Erdrutsche ausgelöst.

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In der Hafenstadt Durban und der umliegenden Metropolregion eThekwini wurden nach Angaben der Behörden mehr als 2000 Häuser und 4000 Hütten beschädigt. Im Township Clermont wurde eine Kirche vollständig zerstört, vier Kinder wurden von einer umstürzenden Mauer erschlagen.

"Wir sehen solche Tragödien sonst in anderen Ländern wie Mosambik und Simbabwe, aber jetzt sind wir die Betroffenen", sagte Präsident Cyril Ramaphosa am Mittwoch bei einem Besuch in Clermont. "Unsere größte Sorge sind die vielen Leichen, die wir finden", sagte Provinzministerin Nomagugu Simelane-Zulu. "Unsere Leichenhallen füllen sich rasch."

Durch die Überschwemmungen stürzten auch mehrere Brücken in Durban ein. Der größte Hafen Afrikas musste seinen Betrieb einstellen, weil die wichtigste Zufahrtsstraße blockiert war. Autos und Schiffscontainer wurden von den Fluten mitgerissen. Teilweise waren Straßen so stark überflutet, dass nur noch die Spitzen der Ampeln aus dem Wasser ragten. Der Zugverkehr wurde eingestellt.

Die Provinzregierung erklärte, die Katastrophe habe "unermessliche Verwüstungen" angerichtet. Die Polizei schickte 300 zusätzliche Beamte in die Region. Das Militär entsandte Flugzeuge der Luftwaffe, um bei Rettungsaktionen zu helfen.

In der Region waren in den vergangen Tagen die heftigsten Regenfälle seit mehr als 60 Jahren gemessen worden. In Teilen von KwaZulu-Natal fielen in 48 Stunden mehr als 450 Millimeter Regen, wie die Meteorologin Tawana Dipuo vom südafrikanischen Wetterdienst sagte. Das ist fast die Hälfte der jährlichen Niederschlagsmenge in Durban.

In Teilen der Stadt regnete es am Mittwoch weiter. Auch für die Nachbarprovinz Ostkap wurde eine Hochwasserwarnung herausgegeben. Ab Mittwochabend war jedoch nach Angaben der Meteorologen eine Besserung des Wetters in Sicht.

(V.Korablyov--DTZ)

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