Deutsche Tageszeitung - Reichsbürger verbarrikadieren sich bei Kontrolle in Baden-Württemberg in Auto

Reichsbürger verbarrikadieren sich bei Kontrolle in Baden-Württemberg in Auto


Reichsbürger verbarrikadieren sich bei Kontrolle in Baden-Württemberg in Auto
Reichsbürger verbarrikadieren sich bei Kontrolle in Baden-Württemberg in Auto / Foto: © AFP/Archiv

Zwei sogenannte Reichsbürger haben sich im baden-württembergischen Schramberg bei einer Verkehrskontrolle in ihrem Auto eingeschlossen und dadurch einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Beamten am Mittwoch mitteilten, verriegelten die Männer im Alter von 23 und 25 Jahren die Türen und "bezweifelten die hoheitlichen Befugnisse der Polizei". Darüber hinaus mobilisierten sie per Telefon demnach Angehörige und Unterstützer, die sich teils aggressiv einmischten.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Polizei wurde bei der routinemäßigen Kontrolle vom Dienstagabend schnell klar, dass die Insassen der Reichsbürgerszene angehörten. Die italienischen Staatsbürger hätten "den Bestand der Bundesrepublik in Frage" gestellt und jede Kooperation verweigert. Nachdem Verstärkung eintraf und die zuständige Staatsanwaltschaft telefonisch einen Durchsuchung des Autos angeordnet hatte, wurden die Türen gewaltsam geöffnet und die Männer in Gewahrsam genommen.

Wie die Beamten in Konstanz mitteilten, verlief ein Drogentest bei dem 25-jährigen Fahrer positiv. Er war außerdem ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs, weil ihm sein Führerschein wegen Fahrens unter Rauschgifteinfluss bereits vor Monaten entzogen worden war.

Die zwei Männer leisteten demnach Widerstand. Auch die telefonisch herbeigerufenen Unterstützer hätten mit Platzverweisen und "Zwang" auf Distanz gehalten werden müssen, erklärte die Polizei. Gegen einige werde nun wegen der Beleidigung von Polizisten ermittelt.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Drei Männer wegen Mordes an Surf-Touristen in Mexiko zu je 158 Jahren Haft verurteilt

Zweieinhalb Jahre nach der Ermordung von drei Surf-Touristen aus den USA und Australien sind in Mexiko drei Männer zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in Ensenada verhängte am Freitag Freiheitsstrafen von je 158 Jahren und neun Monaten gegen die Angeklagten.

Stromausfälle und zerstörte Häuser: Waldbrände in Kalifornien breiten sich aus

Rund um die US-Metropole Los Angeles haben sich mehrere Waldbrände am Freitag weiter ausgebreitet. Südlich von Los Angeles wurden fast 200 Hektar Land zerstört, wie die Feuerwehr von Orange County mitteilte. Mindestens vier Häuser wurden demnach zerstört. Der US-Wetterdienst warnte wegen starken Windes und der niedrigen Luftfeuchtigkeit vor einem "hohen Risiko für Großbrände und eine rasche Ausbreitung" der Flammen rund um Los Angeles.

72-Jähriger tötet Mitbewohnerin in Seniorenheim in NRW und verletzt zwei weitere schwer

Ein 72-Jähriger hat in einem Seniorenheim in Nordrhein-Westfalen eine 86-jährige Mitbewohnerin getötet. Der Mann habe am Freitagabend in der Cafeteria der Einrichtung in der Kleinstadt Olfen im Münsterland mit einem Messer auf drei Frauen eingestochen, teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Münster mit. Die 86-Jährige erlag demnach am Tatort ihren Verletzungen.

Nach nur einer Woche: Trumps Pressesprecherin Zacharia muss gehen

Debakel für US-Präsident Donald Trump: Seine neue Pressesprecherin Katie Zacharia muss nur eine Woche nach ihrer Ernennung gehen. Trump sagte am Freitag in Washington, er habe Zacharia geraten, ihren Verbleib auf dem Posten zu "überdenken". Ein Mitarbeiter des Weißen Haus bestätigte danach auf AFP-Anfrage, dass sie ausscheidet. Die Juristin war wegen Falschangaben zu ihrem Lebenslauf unter Druck geraten.

Textgröße ändern: