Deutsche Tageszeitung - Großbritannien sendet Ermittler in die Ukraine

Großbritannien sendet Ermittler in die Ukraine


Großbritannien sendet Ermittler in die Ukraine
Großbritannien sendet Ermittler in die Ukraine / Foto: © AFP

Britische Ermittler werden die Untersuchung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen in der Ukraine unterstützen. Ein britisches Ermittlerteam werde im Mai in die Ukraine entsandt, sagte Großbritanniens Außenministerin Liz Truss am Freitag bei einem Besuch in Den Haag. Aufgabe der Ermittler werde es sein, "eine große Bandbreite an Beweisen, Zeugenberichten sowie forensischen und Video-Belegen" zu sammeln.

Textgröße ändern:

Zusätzlich werde Großbritannien Geheimdienstinformationen nutzen, um "dabei zu helfen, die Verbindung zwischen dem, was an der Front geschieht, und den russischen Behörden aufzuzeigen", sagte Truss. Es sei "wichtig, dass jeder in der Befehlskette zur Rechenschaft gezogen wird".

Das Büro des IStGH-Chefanklägers Karim Khan sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Gerichtshof sei dem "Vereinigten Königreich dankbar für seine starke Unterstützung". Khan hatte sich Mitte April ein Bild der Lage in der Ukraine gemacht. Nach einem Besuch im Ort Butscha bei Kiew bezeichnete er die gesamte Ukraine als "Tatort". In Butscha waren nach dem Abzug der russischen Armee die Leichen zahlreicher Zivilisten entdeckt worden.

Eine Entsendung von 30 Ermittlern in die Ukraine kündigte auch der niederländische Außenminister Wopke Hoekstra an, der am Donnerstag mit Truss zusammengekommen war. Die Ermittlungen der internationalen Experten sollen zwei Wochen dauern und sich auf den Großraum Kiew konzentrieren.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Flávio Bolsonaro hat im Falle eines Wahlsiegs keinen Posten für seinen Vater vorgesehen

Der rechtsgerichtete brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro hat für den Fall eines Sieges in der Stichwahl in rund einer Woche keinen Regierungsposten für seinen Vater vorgesehen. "Er hat nie angedeutet, dass er mit mir in der Regierung zusammenarbeiten möchte", sagte der 45-Jährige am Freitag (Ortszeit) dem Sender Globo TV mit Blick auf seinen Vater, den rechtsextremen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro. Daher gebe es keine entsprechenden Pläne.

Drei Männer wegen Mordes an Surf-Touristen in Mexiko zu je 158 Jahren Haft verurteilt

Zweieinhalb Jahre nach der Ermordung von drei Surf-Touristen aus den USA und Australien sind in Mexiko drei Männer zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in Ensenada verhängte am Freitag Freiheitsstrafen von je 158 Jahren und neun Monaten gegen die Angeklagten.

Stromausfälle und zerstörte Häuser: Waldbrände in Kalifornien breiten sich aus

Rund um die US-Metropole Los Angeles haben sich mehrere Waldbrände am Freitag weiter ausgebreitet. Südlich von Los Angeles wurden fast 200 Hektar Land zerstört, wie die Feuerwehr von Orange County mitteilte. Mindestens vier Häuser wurden demnach zerstört. Der US-Wetterdienst warnte wegen starken Windes und der niedrigen Luftfeuchtigkeit vor einem "hohen Risiko für Großbrände und eine rasche Ausbreitung" der Flammen rund um Los Angeles.

72-Jähriger tötet Mitbewohnerin in Seniorenheim in NRW und verletzt zwei weitere schwer

Ein 72-Jähriger hat in einem Seniorenheim in Nordrhein-Westfalen eine 86-jährige Mitbewohnerin getötet. Der Mann habe am Freitagabend in der Cafeteria der Einrichtung in der Kleinstadt Olfen im Münsterland mit einem Messer auf drei Frauen eingestochen, teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Münster mit. Die 86-Jährige erlag demnach am Tatort ihren Verletzungen.

Textgröße ändern: