Deutsche Tageszeitung - Prozess um Anlagebetrug in Millionenhöhe in Saarbrücken begonnen

Prozess um Anlagebetrug in Millionenhöhe in Saarbrücken begonnen


Prozess um Anlagebetrug in Millionenhöhe in Saarbrücken begonnen
Prozess um Anlagebetrug in Millionenhöhe in Saarbrücken begonnen / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Landgericht Saarbrücken muss sich seit Dienstag ein 29-Jähriger wegen Anlagebetrugs in Millionenhöhe verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, eingenommene Gelder der Anleger in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro für eigene Zwecke missbraucht zu haben. Konkret geht es um den Vorwurf des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs.

Textgröße ändern:

Der Mann soll Teil einer Bande gewesen sein, die in Deutschland und Österreich mehrere Onlineplattformen betrieb. Gutgläubige Anleger sollen dort in verschiedene Finanzprodukte investiert haben. Seitens der Mitarbeiter seien ihnen mögliche hohe Gewinne in Aussicht gestellt worden. Diese Behauptung sei aber falsch gewesen, weil die Betreiber nie mit Finanzprodukten gehandelt hätten.

Die Anklage geht von mehr als 1100 geschädigten Anlegern aus. Jeder von ihnen verlor im Schnitt mehrere zehntausend Euro. Ein Anleger überwies der Bande mehr als fünf Millionen Euro. Die Opfer sollen per Telefon aus einem Callcenter überredet worden sein, in die angebotenen Produkte zu investieren. Bis Anfang September sind noch 27 Verhandlungstermine angesetzt.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Flávio Bolsonaro hat im Falle eines Wahlsiegs keinen Posten für seinen Vater vorgesehen

Der rechtsgerichtete brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro hat für den Fall eines Sieges in der Stichwahl in rund einer Woche keinen Regierungsposten für seinen Vater vorgesehen. "Er hat nie angedeutet, dass er mit mir in der Regierung zusammenarbeiten möchte", sagte der 45-Jährige am Freitag (Ortszeit) dem Sender Globo TV mit Blick auf seinen Vater, den rechtsextremen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro. Daher gebe es keine entsprechenden Pläne.

Drei Männer wegen Mordes an Surf-Touristen in Mexiko zu je 158 Jahren Haft verurteilt

Zweieinhalb Jahre nach der Ermordung von drei Surf-Touristen aus den USA und Australien sind in Mexiko drei Männer zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in Ensenada verhängte am Freitag Freiheitsstrafen von je 158 Jahren und neun Monaten gegen die Angeklagten.

Stromausfälle und zerstörte Häuser: Waldbrände in Kalifornien breiten sich aus

Rund um die US-Metropole Los Angeles haben sich mehrere Waldbrände am Freitag weiter ausgebreitet. Südlich von Los Angeles wurden fast 200 Hektar Land zerstört, wie die Feuerwehr von Orange County mitteilte. Mindestens vier Häuser wurden demnach zerstört. Der US-Wetterdienst warnte wegen starken Windes und der niedrigen Luftfeuchtigkeit vor einem "hohen Risiko für Großbrände und eine rasche Ausbreitung" der Flammen rund um Los Angeles.

72-Jähriger tötet Mitbewohnerin in Seniorenheim in NRW und verletzt zwei weitere schwer

Ein 72-Jähriger hat in einem Seniorenheim in Nordrhein-Westfalen eine 86-jährige Mitbewohnerin getötet. Der Mann habe am Freitagabend in der Cafeteria der Einrichtung in der Kleinstadt Olfen im Münsterland mit einem Messer auf drei Frauen eingestochen, teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Münster mit. Die 86-Jährige erlag demnach am Tatort ihren Verletzungen.

Textgröße ändern: