Deutsche Tageszeitung - Syrische Kinder in Kassel rassistisch beleidigt und mit Tod bedroht

Syrische Kinder in Kassel rassistisch beleidigt und mit Tod bedroht


Syrische Kinder in Kassel rassistisch beleidigt und mit Tod bedroht
Syrische Kinder in Kassel rassistisch beleidigt und mit Tod bedroht / Foto: © AFP/Archiv

Zwei syrische Kinder sind im hessischen Kassel von einem Mann rassistisch beleidigt und mit dem Tod bedroht worden. Eine 13-Jährige vertraute sich nach dem Vorfall ihren Eltern an, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Demnach war das Mädchen mit seinem dreijährigen Bruder am vergangenen Mittwochnachmittag nahe einer Kleingartenanlage unterwegs. Der Junge soll dabei laut geweint haben.

Textgröße ändern:

Ein Mann, der sich offenbar davon gestört fühlte, soll daraufhin vom Kleingartengelände auf die Kinder zugegangen sein und sie mehrfach verbal bedroht haben. Er habe auch Todesdrohungen gegen sie ausgesprochen und sie rassistisch beleidigt. Mit einem hölzernen Gegenstand in der Hand soll er mehrfach in seine andere Hand geschlagen haben, um den Drohungen Nachdruck zu verleihen.

Die 13-Jährige sei mit ihrem Bruder daraufhin weitergegangen, ohne dass es zu einem körperlichen Angriff kam. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen wegen Bedrohung und Beleidigung. Die Ermittler suchen nach zwei Frauen und einem Mann als Zeugen, die sich zur Tatzeit in der Nähe aufgehalten haben sollen.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Flávio Bolsonaro hat im Falle eines Wahlsiegs keinen Posten für seinen Vater vorgesehen

Der rechtsgerichtete brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro hat für den Fall eines Sieges in der Stichwahl in rund einer Woche keinen Regierungsposten für seinen Vater vorgesehen. "Er hat nie angedeutet, dass er mit mir in der Regierung zusammenarbeiten möchte", sagte der 45-Jährige am Freitag (Ortszeit) dem Sender Globo TV mit Blick auf seinen Vater, den rechtsextremen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro. Daher gebe es keine entsprechenden Pläne.

Drei Männer wegen Mordes an Surf-Touristen in Mexiko zu je 158 Jahren Haft verurteilt

Zweieinhalb Jahre nach der Ermordung von drei Surf-Touristen aus den USA und Australien sind in Mexiko drei Männer zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in Ensenada verhängte am Freitag Freiheitsstrafen von je 158 Jahren und neun Monaten gegen die Angeklagten.

Stromausfälle und zerstörte Häuser: Waldbrände in Kalifornien breiten sich aus

Rund um die US-Metropole Los Angeles haben sich mehrere Waldbrände am Freitag weiter ausgebreitet. Südlich von Los Angeles wurden fast 200 Hektar Land zerstört, wie die Feuerwehr von Orange County mitteilte. Mindestens vier Häuser wurden demnach zerstört. Der US-Wetterdienst warnte wegen starken Windes und der niedrigen Luftfeuchtigkeit vor einem "hohen Risiko für Großbrände und eine rasche Ausbreitung" der Flammen rund um Los Angeles.

72-Jähriger tötet Mitbewohnerin in Seniorenheim in NRW und verletzt zwei weitere schwer

Ein 72-Jähriger hat in einem Seniorenheim in Nordrhein-Westfalen eine 86-jährige Mitbewohnerin getötet. Der Mann habe am Freitagabend in der Cafeteria der Einrichtung in der Kleinstadt Olfen im Münsterland mit einem Messer auf drei Frauen eingestochen, teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Münster mit. Die 86-Jährige erlag demnach am Tatort ihren Verletzungen.

Textgröße ändern: