Deutsche Tageszeitung - Polizei in Oslo ermittelt nach tödlichen Schüssen wegen Terrorverdachts

Polizei in Oslo ermittelt nach tödlichen Schüssen wegen Terrorverdachts


Polizei in Oslo ermittelt nach tödlichen Schüssen wegen Terrorverdachts
Polizei in Oslo ermittelt nach tödlichen Schüssen wegen Terrorverdachts / Foto: © NTB/AFP

Am Vorabend der Pride-Parade in Oslo sind bei Schüssen unter anderem vor einer bekannten Schwulen-Bar zwei Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden. Ein Verdächtiger wurde festgenommen, bei ihm handelt es sich laut Polizei um einen dem Inlandsgeheimdienst bekannten Norweger iranischer Abstammung. Die Polizei ermittelt nun wegen Terrorverdachts. Die Pride-Parade am Samstag wurde vorsorglich abgesagt.

Textgröße ändern:

Die Schüsse fielen gegen 01.00 Uhr Ortszeit (MESZ) im Zentrum der norwegischen Hauptstadt in der Nähe des Schwulen-Clubs "London Pub" und eines Jazz-Clubs sowie eines Imbissstands. Nach jüngsten Angaben der Polizei waren unter den Opfern auch zehn Schwerverletzte.

Polizisten gelang es bereits nach kurzer Zeit, den mutmaßlichen Schützen zu überwältigen. Bei ihm handele es sich um einen iranischstämmigen Norweger, der dem auch für Terrorabwehr zuständigen Inlandsgeheimdienst bekannt sei, sagte Polizeichef Christian Hatlo am Samstag auf einer Pressekonferenz. Auch bei der Polizei war er demnach wegen kleinerer Vergehen wie dem Tragen eines Messers und Drogenbesitzes bekannt.

Die Polizei erklärte, sie behandle den "Fall als terroristischen Angriff". Für den Samstagnachmittag war in Oslo ein Pride-Marsch geplant. Die Organisatoren sagten ihn jedoch auf Anraten der Polizei ab. Auch alle anderen Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Parade seien vorsorglich abgesagt worden, teilten sie auf Facebook mit.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Hühner auf Balkon festgebunden: Polizei befreit Tiere in Bremen

In Bremen hat die Polizei vier Hühner gerettet, die auf einem Balkon festgebunden waren. Die Hennen und der Hahn waren an den Beinen mit Bändern, Nylonschnüren und sogar USB-Kabeln festgebunden, wie die Einsatzkräfte am Sonntag mitteilten. Sie seien teils miteinander verwickelt und in schlechtem Zustand gewesen.

Leichenfund nach Brand in Mannheim: 25-Jähriger soll Frau getötet haben

Knapp drei Tage nach dem Fund einer toten Frau nach einem Brand in Mannheim ist ein 25-Jähriger in Untersuchungshaft genommen worden. Er wird dringend verdächtigt, die 30-Jährige getötet zu haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der baden-württembergischen Stadt am Samstagabend mitteilten. Die Leiche war am frühen Donnerstagmorgen bei den Löscharbeiten in einer brennenden Gaststätte entdeckt worden.

Tödliche Messerattacke in Seniorenheim: 72-Jähriger muss in Untersuchungshaft

Nach einer Messerattacke in einem Seniorenheim in Nordrhein-Westfalen ist der 72 Jahre alte Tatverdächtige in Untersuchungshaft genommen worden. Er wird die Haft voraussichtlich in einem Justizvollzugskrankenhaus antreten, wie die Polizei in Coesfeld und Münster sowie die Staatsanwaltschaft am späten Samstagabend mitteilten. Der Mann soll eine 86-jährige Mitbewohnerin getötet und zwei weitere Frauen schwer verletzt haben.

Wieder Sicherheitsvorfall an Leipziger Flughafen: Offenbar durchbricht Fahrzeug Zaun

Am Flughafen Leipzig hat es erneut einen sicherheitsrelevanten Vorfall gegeben. Wie die Polizei in der sächsischen Stadt am Sonntag mitteilte, durchbrach "mit hoher Wahrscheinlichkeit" ein Fahrzeug einen Zaun. Der Zaun ist beschädigt, verdächtige Menschen oder Gegenstände wurden aber bislang nicht gefunden.

Textgröße ändern: