Deutsche Tageszeitung - Twitter nennt Musks Begründungen zum Kaufrücktritt "unglaubwürdig"

Twitter nennt Musks Begründungen zum Kaufrücktritt "unglaubwürdig"


Twitter nennt Musks Begründungen zum Kaufrücktritt "unglaubwürdig"
Twitter nennt Musks Begründungen zum Kaufrücktritt "unglaubwürdig" / Foto: © AFP/Archiv

Im Streit um eine Übernahme von Twitter hat der Kurzbotschaftendienst dem High-Tech-Milliardär Elon Musk Unglaubwürdigkeit vorgeworfen. Musks Aussage, er sei von Twitter "hereingelegt" worden, sei "unglaubwürdig" und widerspreche den Fakten, teilte Twitter am Donnerstag mit. Der Prozess um die abgesagte Übernahme soll am 17. Oktober im US-Bundesstaat Delaware beginnen.

Textgröße ändern:

Der reichste Mensch der Welt hatte die im April angekündigte Übernahme von Twitter für einen Preis von 44 Milliarden Dollar (rund 43 Milliarden Euro) am 8. Juli wegen angeblich "falscher und irreführender" Angaben des Kurzbotschaftendienstes platzen lassen. Er wirft Twitter insbesondere vor, eine zu niedrige Zahl von Spam- oder Fake-Konten auf der Plattform ausgewiesen zu haben.

Twitter bezeichnete diese Begründung als "Heuchelei" und will Musk gerichtlich zum Vollzug des vertraglich vereinbarten Kaufs zwingen. Der Prozess vor dem Gericht in Delaware ist auf fünf Tage angesetzt.

Der Milliardär reichte Gegenklage ein, allerdings als vertraulich gekennzeichnet, so dass sie nicht eingesehen werden kann. In einer Entgegnung auf diese Gegenklage erklärte nun Twitter, "Beweise und gesunder Menschenverstand" widersprächen der "Geschichte", die Musk erzähle. Es sei einfach unglaubwürdig, dass Musk, "der Gründer mehrerer Unternehmen, beraten von Wall-Street-Bankern und Anwälten" von Twitter hereingelegt worden sei.

Der Verwaltungsratschef von Twitter, Bret Taylor, erklärte, die Angaben Musks seien "ungenau, juristisch nicht ausreichend und geschäftlich nicht haltbar". Er fügte hinzu: "Wir haben es eilig, dass der Prozess beginnt."

Beobachter halten eine gerichtliche Niederlage Musks und damit eine erzwungene Erfüllung des Übernahmeabkommens für durchaus denkbar. Möglich wäre auch, dass der Multimilliardär Twitter eine in der Vereinbarung vorgesehene Vertragsstrafe von bis zu einer Milliarde Dollar zahlen muss.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten in Mailand

In Mailand ist es am Sonntag den zweiten Tag in Folge zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Aus den Reihen größtenteils schwarz gekleideter Randalierer wurden rund um den zentralen Domplatz der norditalienischen Metropole Flaschen auf die Einsatzkräfte und auf Polizeiautos geworfen. Zudem wurden Geschäfte geplündert sowie Fahrzeuge in Brand gesetzt.

Zusammenstöße zwischen Polizei und Jugendlichen in Mailand

In Mailand ist es am Sonntag den zweiten Tag in Folge zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen. Aus den Reihen größtenteils schwarz gekleideter Randalierer wurden rund um den zentralen Domplatz der norditalienischen Metropole Flaschen auf die Einsatzkräfte und auf Polizeiautos geworfen. Zudem wurden Geschäfte geplündert sowie Fahrzeuge in Brand gesetzt.

Zaun an Leipziger Flughafen beschädigt: Polizei sucht Ursache

Wegen eines beschädigten Zauns ist die Polizei am Flughafen Leipzig im Einsatz. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit" hat ein Fahrzeug den Zaun durchbrochen, wie die Beamten in der sächsischen Stadt am Sonntag mitteilten. Verdächtiges wurde zunächst nicht gefunden. Im August war der Flughafen in die Schlagzeilen geraten, als dort eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt wurde.

Tote und Verletzte bei Großbrand auf kanadischem Militärstützpunkt

Ein schwerer Zwischenfall auf dem Stützpunkt Wainwright in Alberta hat einen Großbrand ausgelöst. Behörden meldeten Tote und Verletzte, nannten zunächst aber keine Zahlen.

Textgröße ändern: