Deutsche Tageszeitung - Haftbefehl wegen Mordverdachts gegen Verdächtigen nach verheerendem Brand in Apolda

Haftbefehl wegen Mordverdachts gegen Verdächtigen nach verheerendem Brand in Apolda


Haftbefehl wegen Mordverdachts gegen Verdächtigen nach verheerendem Brand in Apolda
Haftbefehl wegen Mordverdachts gegen Verdächtigen nach verheerendem Brand in Apolda / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem Brand eines Wohnhauses mit vier Toten im thüringischen Apolda ist Haftbefehl wegen Verdachts des Mordes und der Brandstiftung mit Todesfolge gegen einen 35-jährigen Tatverdächtigen erlassen worden. Der Mann habe sich bislang nicht zu den Vorwürfen eingelassen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt am Dienstag.

Textgröße ändern:

Der Brand war am frühen Sonntagmorgen in dem Mehrfamilienhaus in Apolda ausgebrochen. Vier Menschen starben dabei - drei verbrannten, ein Mann kam beim Sprung aus einem Fenster ums Leben. Zudem wurden 24 Menschen verletzt, zwei davon schwer.

Der Tatverdächtige wurde am Montag festgenommen. Die Ursache des Feuers war weiter unklar. Dem Sprecher der Staatsanwaltschaft zufolge ergaben die bisherigen Ermittlungen als mögliches Motiv, dass Bewohner des Hauses dem 35-Jährigen offenbar Geld schuldeten und dieses nicht zurückzahlten. Die Ermittlungen dauern aber weiter an. Der Tatverdächtige selbst soll nicht in dem Haus gewohnt haben.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Nach Fund von totem 84-Jährigen in Ulm: Ermittler gehen von Verbrechen aus

Nach dem Fund eines toten 84-Jährigen vor rund zwei Wochen in Ulm wird wegen eines möglichen Tötungsdelikts ermittelt. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in der baden-württembergischen Stadt am Montag mitteilten, bestätigte eine Obduktion inzwischen erste Hinweise auf ein Verbrechen. Einzelheiten zur Tat oder möglichen Hintergründen nannten diese nicht.

43 Jahre nach Mord an Sexarbeiter in Hamburg: Urteil gegen 61-Jährigen rechtskräftig

Mehr als 43 Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines transsexuellen Prostituierten in Hamburg ist der Schuldspruch gegen den wegen Mordes verurteilten Täter rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf die Revision des heute 61-jährigen Mannes, der die Tat im Alter von 18 Jahren begangen haben soll. Wie das Gericht am Montag in Karlsruhe weiter mitteilte, war der Beschuldigte vom Landgericht Hamburg im Mai 2026 zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

Beschädigter Zaun an Leipziger Flughafen: 20-Jähriger soll Autounfall gebaut haben

Nach der Beschädigung eines Sicherheitszauns am Leipziger Flughafen hat sich ein 20-Jähriger als mutmaßlicher Verursacher der Polizei gestellt. Der Mann soll im Bereich des Flughafens die Kontrolle über ein Auto verloren und damit den Zaun durchbrochen haben, wie die Polizei am Montag mitteilte. Im August war der Flughafen in die Schlagzeilen geraten, als dort eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt wurde.

Nach Krawallen: Macron lehnt Rücktrittsgesuch von Innenminister Nuñez ab

Nach den schweren Ausschreitungen am Rande eines landesweiten Protesttages in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron nach Angaben des Élysée-Palasts den Rücktritt von Innenminister Laurent Nuñez abgelehnt. Der Minister habe dem Präsidenten am Sonntag seinen Rücktritt angeboten, erklärte der Palast am Montag. Macron habe dies jedoch mit Verweis auf die "notwendige Kontinuität bei der Führung der Sicherheitskräfte" zurückgewiesen.

Textgröße ändern: