Deutsche Tageszeitung - Lufthansa-Piloten wollen am Freitag streiken

Lufthansa-Piloten wollen am Freitag streiken


Lufthansa-Piloten wollen am Freitag streiken
Lufthansa-Piloten wollen am Freitag streiken / Foto: © AFP/Archiv

Die Piloten der Lufthansa wollen am Freitag streiken. Die Tarif-Verhandlungen mit der Fluggesellschaft seien erneut gescheitert, erklärte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit in der Nacht auf Donnerstag. Die Pilotinnen und Piloten seien nun am 02. September bei der Lufthansa Cargo sowie der Deutschen Lufthansa AG ganztägig zum Streik aufgerufen.

Textgröße ändern:

Cockpit-Sprecher Matthias Baier erklärte, die Lufthansa habe einen Verhandlungstermin diese Woche zwar wahrgenommenen, "aber nicht genutzt, um sich mit einem verbesserten Angebot auf die Forderungen der Gewerkschaft zuzubewegen". Baier fügte hinzu: "Daher bleibt uns nur, mit einem Arbeitskampf unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen."

"Um Arbeitskämpfe abzuwenden, muss Lufthansa ein deutlich verbessertes Angebot vorlegen", erklärte der Vorsitzende Tarifpolitik der Vereinigung Cockpit, Marcel Gröls. "Aktuell liegen wir zu weit auseinander. Neben dem Ausgleich des Reallohnverlustes, brauchen wir jetzt vor allem eine zukunftsfähige Lösung für die Vergütungsstruktur in allen Berufsgruppen."

Bereits Ende Juli hatten sich die Cockpit-Mitglieder in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit für einen möglichen Arbeitskampf ausgesprochen.

Für das Bodenpersonal hatte die Gewerkschaft Verdi Anfang August eine Tarifeinigung mit der Lufthansa erzielt, die deutliche Lohnsteigerungen vorsieht. Zuvor hatte es einen mehr als 26-stündigen Warnstreik der Beschäftigten am Boden gegeben. Die Lufthansa musste deswegen mitten in der Ferienzeit mehr als 1000 Flüge streichen.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

19 Jahre alter Vermisstenfall in Bayern geklärt: 39-Jährige wurde getötet

Die Polizei in Bayern hat nach fast 20 Jahren den Cold Case der vermissten Kerstin Lee Langley aufgeklärt. Zwei Männer und eine Frau sollen die damals 39-Jährige im Jahr 2007 gemeinschaftlich getötet haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Regensburg mit. Einer der Männer wurde festgenommen, der zweite ist mittlerweile verstorben. Der Haftbefehl gegen die 56 Jahre alte Frau sei außer Vollzug gesetzt worden.

Nach tödlicher Messerattacke in Seniorenheim: Verletzte Frauen außer Lebensgefahr

Nach einer tödlichen Messerattacke in einem Seniorenheim in Nordrhein-Westfalen sind die beiden verletzten Bewohnerinnen außer Lebensgefahr. Die zunächst lebensgefährlich verletzte 83-Jährige und eine 81-Jährige, die schwere Verletzungen erlitten hatte, wurden am Wochenende operiert, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Coesfeld und Münster mitteilten. Ein 72-Jähriger soll am Freitag eine 86-jährige Mitbewohnerin getötet und die beiden anderen Frauen schwer verletzt haben.

Nach Fund von totem 84-Jährigen in Ulm: Ermittler gehen von Verbrechen aus

Nach dem Fund eines toten 84-Jährigen vor rund zwei Wochen in Ulm wird wegen eines möglichen Tötungsdelikts ermittelt. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in der baden-württembergischen Stadt am Montag mitteilten, bestätigte eine Obduktion inzwischen erste Hinweise auf ein Verbrechen. Einzelheiten zur Tat oder möglichen Hintergründen nannten diese nicht.

43 Jahre nach Mord an Sexarbeiter in Hamburg: Urteil gegen 61-Jährigen rechtskräftig

Mehr als 43 Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines transsexuellen Prostituierten in Hamburg ist der Schuldspruch gegen den wegen Mordes verurteilten Täter rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf die Revision des heute 61-jährigen Mannes, der die Tat im Alter von 18 Jahren begangen haben soll. Wie das Gericht am Montag in Karlsruhe weiter mitteilte, war der Beschuldigte vom Landgericht Hamburg im Mai 2026 zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

Textgröße ändern: