Deutsche Tageszeitung - Ermittler: Keine Hinweise auf religiöses Motiv bei Messerangreifer von Ansbach

Ermittler: Keine Hinweise auf religiöses Motiv bei Messerangreifer von Ansbach


Ermittler: Keine Hinweise auf religiöses Motiv bei Messerangreifer von Ansbach
Ermittler: Keine Hinweise auf religiöses Motiv bei Messerangreifer von Ansbach / Foto: © AFP/Archiv

Der Messerangreifer von Ansbach hat ersten Erkenntnissen zufolge nicht aus einer politischen oder religiösen Motivation heraus gehandelt. Die Polizei gehe davon aus, dass der 30 Jahre alte Afghane völlig allein gehandelt habe, sagte ein Vertreter der Kriminalpolizei am Freitag vor Journalisten in der fränkischen Stadt. Der Mann hatte am Donnerstagnachmittag zwei junge Männer verletzt. Er wurde später von Polizisten erschossen.

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Der Notruf ging am Donnerstag um kurz vor 18.00 Uhr ein, wie der Polizeipräsident von Mittelfranken, Roman Fertinger, sagte. Der 30-Jährige habe in der Nähe des Bahnhofs auf einem 17-Jährigen gekniet und zwei große Fleischermesser dabei gehabt.

Ein 20 Jahre alter Mann sei zufällig hinzugekommen und habe sich geistesgegenwärtig auf den Angreifer geworfen. Er habe dem Angreifer ein Messer aus der Hand winden können. Weitere Passanten seien dazugekommen und hätten helfen wollen, woraufhin der Täter weggelaufen sei.

Die kurz darauf eintreffende Polizei habe ihn wenige hundert Meter entfernt gestellt, berichtete Fertinger weiter. Der 30-Jährige sei mit den Messern auf die Beamten losgegangen, woraufhin zwei von ihnen geschossen hätten. Der Mann starb noch vor Ort. Der 17- und der 20-Jährige wurden leicht verletzt.

Wie weiter berichtet wurde, war der Täter 2015 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen und vor zwei Jahren einer Gemeinschaftsunterkunft in Ansbach zugewiesen worden. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, er war nur noch geduldet in Deutschland. Seine Duldung wäre in der kommenden Woche abgelaufen.

Bereits in den vergangenen Jahren war der Mann siebenmal mit Straftaten aufgefallen, überwiegend Körperverletzungen sowie eine sexuelle Belästigung und ein Drogenverstoß. In seinem Zimmer seien auch Antidepressiva gefunden worden, teilte die Polizei mit.

(U.Beriyev--DTZ)

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