Deutsche Tageszeitung - Rassistisch motivierter US-Supermarkt-Schütze bekennt sich schuldig

Rassistisch motivierter US-Supermarkt-Schütze bekennt sich schuldig


Rassistisch motivierter US-Supermarkt-Schütze bekennt sich schuldig
Rassistisch motivierter US-Supermarkt-Schütze bekennt sich schuldig / Foto: © Erie County District Attorney/AFP/Archiv

Sechs Monate nach dem rassistisch motivierten Angriff auf einen Supermarkt im US-Bundesstaat New York mit zehn schwarzen Todesopfern hat sich der Schütze in allen Anklagepunkten schuldig bekannt. Der 19-jährige Payton Gendron bekannte sich am Montag unter anderem des zehnfachen Mordes und des durch Hass motivierten inländischen Terrorismus schuldig, wie Staatsanwalt John Flynn nach einer Gerichtsanhörung sagte. Auf Inlands-Terrorismus steht im Bundesstaat New York eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Haftentlassung.

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Der damals 18-jährige Gendron hatte am 14. Mai in der Stadt Buffalo einen vor allem von Schwarzen besuchten Supermarkt attackiert. Der mit einem halbautomatischen Gewehr bewaffnete Weiße erschoss vor und in dem Geschäft zehn Afroamerikaner und verletzte drei weitere Menschen. Während des Angriffs trug er einen Helm mit einer Kamera, mit der er den Angriff live auf der Online-Plattform Twitch übertrug.

Gendron hatte den Angriff über Monate vorbereitet. Den Supermarkt hatte er ausgesucht, weil in der Umgebung vor allem Schwarze leben. Für die Attacke reiste er aus seiner mehr als 320 Kilometer entfernt liegenden Heimatstadt Conklin an.

"Während Gerechtigkeit geübt wurde, wird nichts jemals die zehn wunderbaren Menschen zurückbringen, die an diesem Tag ihr Leben verloren haben", sagte Staatsanwalt Flynn am Montag. "Hoffentlich wird der rechtliche Abschluss den Familien und den (überlebenden) Opfern etwas Erleichterung bringen."

Gendron wurde auch von der Bundesjustiz wegen eines Hassverbrechens angeklagt. In diesem Verfahren droht dem 19-Jährigen theoretisch die Todesstrafe.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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