Deutsche Tageszeitung - Zwei Festnahmen bei Razzia wegen gefälschter Ausweise in Hessen

Zwei Festnahmen bei Razzia wegen gefälschter Ausweise in Hessen


Zwei Festnahmen bei Razzia wegen gefälschter Ausweise in Hessen
Zwei Festnahmen bei Razzia wegen gefälschter Ausweise in Hessen / Foto: © AFP/Archiv

Bei einer Razzia in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Belgien wegen gefälschter Ausweise haben Ermittler zwei Menschen festgenommen. Ihnen wird gewerbsmäßige Urkundenfälschung und das gewerbsmäßige Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen vorgeworfen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Darmstadt am Donnerstag mit. Demnach wurden bereits am Mittwoch zehn Wohn- und Geschäftsgebäude durchsucht.

Textgröße ändern:

Dabei beschlagnahmten die Ermittler sechs ge- und verfälschte Ausweise und rund 1000 Schuss scharfe Munition. Zeitgleich gab es auch mehrere Durchsuchungen in diesem Zusammenhang in Thüringen. Seit Anfang des Jahres wurde gegen die Gruppe ermittelt. Als Hauptbeschuldigte gelten ein 66-Jähriger aus Darmstadt und ein 60-Jähriger aus Rüsselsheim. Sie sollen mit sechs Mittätern in unterschiedlicher Besetzung ge- oder verfälschte Ausweise beschafft haben.

Diese wurden zur illegalen Einreise oder dem illegalen Aufenthalt in der EU und in Deutschland genutzt. Teilweise sollen die Dokumente über einen 68-Jährigen aus Antwerpen beschafft worden sein. Gegen ihn wird gesondert ermittelt. Mit den gefälschten Dokumenten sollen Scheinrechnungen ausgestellt worden sein. Diesen Verfahrenskomplex übernahm das Hauptzollamt Erfurt.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten

US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.

Italienische Regierung schickt nach Ausschreitungen 500 Soldaten nach Mailand

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Mailand schickt Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni 500 Soldaten in die Großstadt. Die Soldaten sollten bis Jahresende in Mailand bleiben und die Polizei unterstützen, erklärte Meloni am Dienstag nach einer Kabinettsitzung. "Es gibt das Recht zu demonstrieren, aber nicht, unsere Städte zu plündern", sagte die rechtsgerichtete Regierungschefin in einem Online-Video.

Tod von 53 Migranten in Texas: Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt

Gut vier Jahre nach dem Tod von 53 Migranten in einem überhitzten Lastwagen im US-Bundesstaat Texas ist einer der Schleuser zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der 39-Jährige aus Guatemala sei mitverantwortlich für den Tod der Menschen gewesen, die von Mexiko aus in die USA gelangen wollten, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag zu dem Urteil des Bundesgerichts in San Antonio.

Kreise: Erstes Abschiebezentrum von EU-Ländern in Drittstaat soll in Ruanda entstehen

Das erste Abschiebezentrum von EU-Ländern in einem Drittstaat wird voraussichtlich in Ruanda entstehen. Eine Vereinbarung zwischen dem afrikanischen Land und den fünf EU-Mitgliedstaaten, die die Einrichtung solcher Zentren vorantreiben, könnte bereits im nächsten Monat unterzeichnet werden, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen erfuhr. Ruanda wird seit langem als mögliches Aufnahmeland genannt und ist den Angaben zufolge inzwischen der klare Favorit.

Textgröße ändern: