Deutsche Tageszeitung - Prozess um tödlichen Messerangriff an Hochschule begonnen

Prozess um tödlichen Messerangriff an Hochschule begonnen


Prozess um tödlichen Messerangriff an Hochschule begonnen
Prozess um tödlichen Messerangriff an Hochschule begonnen / Foto: © AFP/Archiv

Wegen eines tödlichen Messerangriffs in einer Hochschule muss sich seit Donnerstag ein 34 Jahre alter Mann vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. Dem Angeklagten wird in dem Sicherungsverfahren unter anderem Mord im Zustand der Schuldunfähigkeit vorgeworfen. Es wird über eine Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus verhandelt.

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Der Angeklagte soll im Juni 2022 in einem Seminargebäude der Hochschule Hamm-Lippstadt vier Menschen offenbar wahllos angegriffen und teils schwer verletzt haben. Dazu nutzte er laut Gerichtsangaben zwei Küchenmesser, die er vor der Tat erworben hatte. Er soll beabsichtigt haben, Angehörige der Hochschule umzubringen. Der Mann fühlte sich demnach von einer Gruppe von Menschen verfolgt, die ihm nach eigener Ansicht nach dem Leben trachte.

Der Mann hat laut früheren Polizeiangaben zunächst im Foyer eine 22 Jahre alte Frau angegriffen, danach einen 22 Jahre alten Mann und dann eine weitere 22 Jahre alte Frau. Es handelte sich laut Angaben um "Zufallsopfer".

Der 34-Jährige betrat dann einen Hörsaal und stach auf eine 30 Jahre alte Lehrbeauftragte der Hochschule ein, die sich eine Gastvorlesung anhörte. Sie erlitt demnach durch Stiche in den Brustbereich "ganz erhebliche innere Verletzungen". Wenige Tage später erlag sie diesen schweren Verletzungen.

Die Polizei sprach von einer Amoktat. Der 34-Jährige wurde nach der Tat dem Staatsanwalt zufolge von einem psychiatrischen Sachverständigen begutachtet. Danach sei die einstweilige Unterbringung in einem Fachkrankenhaus angeordnet worden. Er soll zum Tatzeitpunkt unter einer "paranoiden Schizophrenie" gelitten haben. Das Gericht setzte vorerst sieben Verhandlungstage bis zum 12. Januar an.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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