Deutsche Tageszeitung - Biden fordert an zehntem Jahrestag von Grundschulmassaker schärferes Waffenrecht

Biden fordert an zehntem Jahrestag von Grundschulmassaker schärferes Waffenrecht


Biden fordert an zehntem Jahrestag von Grundschulmassaker schärferes Waffenrecht
Biden fordert an zehntem Jahrestag von Grundschulmassaker schärferes Waffenrecht / Foto: © AFP

US-Präsident Joe Biden hat am zehnten Jahrestag des Schusswaffenmassakers an der Sandy-Hook-Grundschule mit 26 Toten erneut ein strengeres Waffenrecht gefordert. "Wir sollten gesellschaftliche Schuld dafür verspüren, zu lange dafür zu brauchen, mit diesem Problem umzugehen", erklärte Biden am Mittwoch mit Blick auf die grassierende Waffengewalt im Land. "Wir haben eine moralische Verpflichtung, Gesetze zu beschließen und durchzusetzen, die verhindern können, dass solche Dinge sich wieder ereignen."

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"Das schulden wir den mutigen jungen Überlebenden und den Familien, die vor zehn Jahren einen Teil ihrer Seele verloren haben", fügte der Präsident hinzu. Biden forderte erneut ein Verbot von halbautomatischen Gewehren und besonders großen Magazinen - eine Forderung, die seit Jahren am Widerstand der konservativen Republikaner im Kongress scheitert.

Ein mit einem halbautomatischen Gewehr bewaffneter 20-Jähriger hatte am 14. Dezember 2012 an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown im US-Bundesstaat Connecticut 20 Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren sowie sechs Schulmitarbeiter erschossen. Er nahm sich anschließend das Leben. Zuvor hatte er bereits seine Mutter erschossen.

Das schlimmste Schulmassaker der US-Geschichte sorgte international für Entsetzen. Der damalige US-Präsident Barack Obama bezeichnete den Tag als den schlimmsten seiner Amtszeit. Verschärfungen des Waffenrechts auf Bundesebene blieben aber aus.

In den folgenden Jahren kam es immer wieder zu blutigen Attacken an US-Schulen mit vielen Toten. Erst nach dem Blutbad an einer Grundschule der texanischen Kleinstadt Uvalde im Mai, bei dem ein 18-Jähriger 19 Kinder und zwei Lehrerinnen erschossen hatte, konnte sich der Kongress auf eine leichte Gesetzesverschärfung einigen. Diese blieb aber weit hinter den Erwartungen von Waffengegnern zurück.

(N.Loginovsky--DTZ)

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