Deutsche Tageszeitung - Erheblicher Teil gestohlener Kunstwerke aus Grünem Gewölbe sichergestellt

Erheblicher Teil gestohlener Kunstwerke aus Grünem Gewölbe sichergestellt


Erheblicher Teil gestohlener Kunstwerke aus Grünem Gewölbe sichergestellt
Erheblicher Teil gestohlener Kunstwerke aus Grünem Gewölbe sichergestellt / Foto: © Green Vault (Gruenes Gewoelbe)/AFP/Archiv

Die Behörden haben in der vergangenen Nacht in Berlin nach eigenen Angaben einen "erheblichen Teil" der 2019 aus dem Grünen Gewölbe in Dresden entwendeten Kunstwerke sichergestellt. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Samstag in Dresden mit. Sie verwiesen in diesem Zusammenhang auf Absprachen im Rahmen des laufenden Gerichtsverfahrens gegen mehrere Tatverdächtige.

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Unter den sichergestellten Kunstwerken seien auch mehrere besonders wertvolle Schmuck-Gegenstände, hieß es. Demnach handelt es sich um 31 Einzelteile. Darunter seien der bekannte Hutschmuck (Reiherstutz) und der Bruststern des polnischen Weißen Adler-Ordens aus der Brillantgarnitur. Dagegen fehlen demnach die bei dem Diebstahl beschädigte Epaulette mit dem "Sächsischen Weißen" und die Große Brustschleife der Königin Amalie Auguste.

"Vorausgegangen waren Sondierungsgespräche zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft unter Einbeziehung des Gerichts über eine mögliche Verfahrensverständigung und Rückführung noch vorhandener Beutestücke", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft weiter mit. "Alles Weitere muss dem weiteren Gang der Hauptverhandlung vorbehalten bleiben", daher seien zunächst keine zusätzlichen Auskünfte möglich.

Die sichergestellten Gegenstände wurden den Angaben zufolge bereits unter dem Schutz von Spezialkräften der Polizei von Berlin nach Dresden überführt. Sie sollen dort zunächst kriminaltechnisch und dann von Spezialisten der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden auf ihre Echtheit und Vollständigkeit hin untersucht werden.

Bei dem Einbruch in das Grüne Gewölbe im November 2019 war kulturhistorisch wertvoller Juwelenschmuck aus dem 18. Jahrhundert gestohlen worden. Bis jetzt hatte von der Beute jede Spur gefehlt. Sechs Tatverdächtigen wird seit Januar vor dem Dresdner Landgericht der Prozess gemacht, gegen einen siebten Mann wird ermittelt.

(O.Tatarinov--DTZ)

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