Deutsche Tageszeitung - Bislang keine heiße Spur bei Suche nach in Bayern entflohenem Mörder

Bislang keine heiße Spur bei Suche nach in Bayern entflohenem Mörder


Bislang keine heiße Spur bei Suche nach in Bayern entflohenem Mörder
Bislang keine heiße Spur bei Suche nach in Bayern entflohenem Mörder / Foto: © AFP/Archiv

Nach einem am Donnerstag aus einem Gericht in Regensburg geflohenen Mörder wird nun auch international gefahndet. Bislang seien 25 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, eine heiße Spur sei aber noch nicht dabei, teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz am Freitag in Regensburg mit. Unterdessen wurden Details zu seiner Flucht bekannt.

Textgröße ändern:

Der 40-Jährige war am Donnerstagnachmittag aus einem Fenster des Amtsgerichts Regensburg entwischt. Rachid C. wurde dort wegen einer Straftat in einer Justizvollzugsanstalt vorgeführt. Ihm wird Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. In einer Verhandlungspause zog er sich mit seinem Verteidiger zur Beratung in ein Anwaltszimmer im Erdgeschoss zurück.

Laut Polizei ist es üblich, dass Anwälte dort allein mit ihren Mandanten sind. C. habe diese Situation ausgenutzt und sei geflohen. "Der Vorsprung von wenigen Sekunden ermöglichte die Flucht vor dem verfolgenden Beamten", erklärte das Regensburger Polizeipräsidium.

Der Mann war unter anderem wegen Mords und Raubs mit Todesfolge rechtskräftig verurteilt worden. Er verbüßt seit 2011 eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der 40-Jährige gilt als gewalttätig. Die Polizei warnte die Bevölkerung deshalb davor, den Mann anzusprechen. Hinweise sollten über den Notruf 110 gemeldet werden.

Die Polizei suchte weiterhin mit einem Großaufgebot nach dem Flüchtigen. Dabei kamen Polizeihubschrauber, Suchhunde und geschlossene Polizeieinheiten zum Einsatz. Auch im Stadtgebiet von Regensburg habe die Polizei ihre Kräfte erheblich verstärkt und sei "spürbar präsent", erklärte das Polizeipräsidium.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Trump: In Russland inhaftierter US-Bürger Hubbard ohne Gegenleistung freigelassen

Der aus einem russischen Gefängnis freigelassene US-Bürger Stephen Hubbard ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ohne Gegenleistung freigekommen und befindet sich auf dem Weg in die USA. "Stephan ist unterwegs nach Hause und wird bald bei seiner Familie sein", schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Der russische Staatschef Wladimir Putin hatte die Freilassung am Morgen in St. Petersburg verkündet.

Niedersachsens AfD-Chef Schledde in Zusammenhang mit Parteispenden angeklagt

Der niedersächsische AfD-Chef Ansgar Schledde soll gegen das Parteiengesetz verstoßen haben. Die Staatsanwaltschaft Hannover erhob deshalb nach Angaben vom Mittwoch Anklage gegen den 49-Jährigen. Sie wirft ihm vor, als Spenden einzustufende Zahlungen in Höhe von knapp 45.000 Euro nicht sofort weitergeleitet zu haben. Zudem habe er im Rechenschaftsbericht der Bundes-AfD falsche Angaben zur Höhe der Spenden an den Landesverband erwirkt.

Ein Toter nach Explosion in Gewerbegebiet in Nordrhein-Westfalen

Nach einer Explosion auf einem Betriebsgelände in Bochum hat die Polizei einen Toten entdeckt. Die Identität des Manns war noch unklar, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Mittwoch mitteilte. Ein Zeuge hatte demnach am Morgen eine Explosion auf dem Betriebsgelände im Bochumer Norden gemeldet. Der Tote wurde außerhalb des Geländes gefunden.

Mitbewohner getötet: Dauerhafte Unterbringung in Psychiatrie in Rheinland-Pfalz

Weil er seinen WG-Mitbewohner tötete, hat das Landgericht im rheinland-pfälzischen Koblenz die dauerhafte Unterbringung eines 38-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Der Mann galt wegen einer psychischen Erkrankung als schuldunfähig, wie einer Gerichtssprecherin am Mittwoch sagte. Demnach wurde das Urteil am Dienstag verkündet.

Textgröße ändern: