Deutsche Tageszeitung - 33-Jährige wegen Tötung von zwei kleinen Söhnen in Bochum zu Haftstrafe verurteilt

33-Jährige wegen Tötung von zwei kleinen Söhnen in Bochum zu Haftstrafe verurteilt


33-Jährige wegen Tötung von zwei kleinen Söhnen in Bochum zu Haftstrafe verurteilt
33-Jährige wegen Tötung von zwei kleinen Söhnen in Bochum zu Haftstrafe verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Weil sie ihre zwei kleinen Söhne tötete, ist eine 33-Jährige in Bochum zu einer Haftstrafe von 14 Jahren verurteilt worden. Das Landgericht sah es am Montag als erwiesen an, dass sie die Kinder in den Jahren 2011 und 2012 erstickt hatte, wie eine Sprecherin sagte. Es sprach die Mutter des zweifachen Totschlags schuldig.

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Die Frau habe die Atemwege der zu den Tatzeiten wenige Monate beziehungsweise anderthalb Jahre alten Kinder mit Kissen oder Decken verdeckt. Beide starben. Das Gericht sah aber keine Mordmerkmale erfüllt. Es habe nicht ausschließen können, dass eine Überforderungssituation zu den Taten beigetragen habe, sagte die Sprecherin.

Bei der Frau sei eine sogenannte Persönlichkeitsakzentuierung festgestellt worden, die unter anderem dazu geführt habe, dass sie über zu wenig Empathie verfüge und konstante Belastungen schlecht aushalten könne. Von der versuchten Tötung ihres dritten Sohns wurde die Frau freigesprochen. Laut Anklage soll sie im Jahr 2018 versucht haben, das Kind zu ersticken, die Tat aber nicht zu Ende gebracht und stattdessen den Rettungswagen gerufen haben.

Wie die Sprecherin erklärte, waren in dem Fall keine Feststellungen zum tatsächlichen Geschehen möglich. Die Arztberichte und die befragten Mediziner hätten ein unauffälliges Bild von dem Zustand des Jungen gezeichnet, es sei keine Hirnschädigung diagnostiziert worden.

(N.Loginovsky--DTZ)

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