Deutsche Tageszeitung - Kolumbianischer Gouverneur will Nachfahren von Escobars Nilpferden retten

Kolumbianischer Gouverneur will Nachfahren von Escobars Nilpferden retten


Kolumbianischer Gouverneur will Nachfahren von Escobars Nilpferden retten
Kolumbianischer Gouverneur will Nachfahren von Escobars Nilpferden retten / Foto: © AFP/Archiv

Der Gouverneur der kolumbianischen Region Antioquia möchte die sich unkontrolliert vermehrenden Flusspferde aus der Hinterlassenschaft des einstigen Drogenbarons Pablo Escobar vor dem Abschuss retten. Er hoffe auf grünes Licht der Regierung, um rund die Hälfte der knapp 150 frei herumlaufenden Tiere in den kommenden Monaten in Schutzgebiete nach Indien und Mexiko ausfliegen zu lassen, sagte Anibal Gaviria der Nachrichtenagentur AFP.

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Die Nilpferde stammen von den wenigen Exemplaren ab, die Escobar in den 80er Jahren für seinen Privatzoo aus Afrika hatte einfliegen lassen. Nach der Tötung des mächtigen Drogenbarons bei einem Polizeieinsatz im Jahr 2013 wurden die Dickhäuter freigelassen. Seitdem bevölkern sie ein Gebiet rund um den Magdalena-Fluss, wo sie den Behörden zufolge die örtliche Tierwelt und die an dem Strom lebenden Menschen bedrohen.

Nachdem Pläne für eine Sterilisierung der bis zu drei Tonnen schweren Tiere geplatzt waren, erklärten die kolumbianischen Behörden sie im vergangenen Jahr schließlich zur "invasiven" Art. Damit sind sie auch zur Jagd freigegeben, eine laut den Behörden "notwendige" Option.

Gaviria will nun 70 Flusspferde mit der finanziellen und tatkräftigen Unterstützung des mexikanischen Umweltschützers Ernesto Zazueta retten. Dieser hatte am Freitag mitgeteilt, dass er erste Schritte zur Unterbringung von zehn Flusspferden im Ostok-Schutzgebiet im Norden Mexikos unternommen habe. 60 weitere will er demnach in ein ähnliches Schutzgebiet in Indien bringen. Zazueta leitet den mexikanischen Verband der Zoos, Aquarien und Aufzuchtstätten.

(G.Khurtin--DTZ)

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