Deutsche Tageszeitung - Mehrstündige Geiselnahme in Apotheke in Karlsruhe unblutig beendet

Mehrstündige Geiselnahme in Apotheke in Karlsruhe unblutig beendet


Mehrstündige Geiselnahme in Apotheke in Karlsruhe unblutig beendet
Mehrstündige Geiselnahme in Apotheke in Karlsruhe unblutig beendet / Foto: © AFP/Archiv

Ohne Blutvergießen hat die Polizei in Karlsruhe eine mehrstündige Geiselnahme in einer Apotheke beenden können. Ein 20-jähriger Tatverdächtiger sei festgenommen worden, hieß es am Freitagabend in einer gemeinsamen Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Der Mann hatte den Angaben zufolge elf Menschen in seiner Gewalt - derzeit wird geprüft, ob unter ihnen möglicherweise auch eine Komplizin des Täters war.

Textgröße ändern:

Ab 16.23 Uhr gingen den Angaben zufolge bei der Polizei Notrufe wegen einer mutmaßlichen Geiselnahme in der Innenstadt von Karlsruhe ein. Bereits zwei Minuten später seien erste Einsatzkräfte vor Ort gewesen. Es habe danach mehrere Kontaktaufnahmen und Verhandlungsversuche mit dem Tatverdächtigen gegeben. "Um 21.10 Uhr drang eine Spezialeinheit in die Apotheke ein und nahm den mutmaßlichen Geiselnehmer fest", hieß es in der Erklärung. Nach vorläufigen Erkenntnissen sei niemand verletzt worden.

Die Polizei durchsuchte nach dem Zugriff das gesamte Gebäude nach möglichen weiteren Tatverdächtigen und auch möglichen weiteren Geiseln. "Nach Abschluss dieser Maßnahmen gehen Staatsanwaltschaft und Polizei im Rahmen ihrer Ermittlungen nun unter anderem der Frage nach, inwieweit es sich bei einer der insgesamt elf Geiseln womöglich auch um eine Mittäterin des Festgenommen handeln könnte."

Der mutmaßliche Täter ist den Angaben zufolge polizeibekannt. Gegen den 20-jährigen Deutschen wurden bereits wegen Delikten der Gewalt-, Eigentums- und Allgemeinkriminalität Strafanzeigen erlassen. Seine möglichen Motive und die Hintergründe der Tat blieben zunächst unklar.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Justizminister: 217 Menschen nach Protesten am Wochenende in Frankreich inhaftiert

Nach den landesweiten Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in Frankreich sind nach Regierungsangaben 217 Menschen inhaftiert worden. "Es handelt sich im Allgemeinen um Männer zwischen 18 und 25 Jahren, die zum größten Teil den Justizbehörden nicht bekannt sind", sagte der französische Justizminister Gérald Darmanin am Donnerstag vor der Justizvollzugsanstalt in Fleury-Mérogis im Département Essonne.

Keine Angriffe nach PHP-Sicherheitslücke festgestellt - Debatte um IT-Sicherheit

Nach der Warnung vor schwerwiegenden Sicherheitslücken in der Programmiersprache PHP sind bislang keine erfolgreichen Cyberangriffe festgestellt worden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe bislang keine Fälle festgestellt, in denen die Sicherheitslücken ausgenutzt wurde, erklärte die IT-Sicherheitsbehörde am Donnerstag. "Dennoch können erfolgreiche Angriffe derzeit nicht ausgeschlossen werden." Experten warnten zudem, dass Unternehmen oft nicht wüssten, wo PHP bei ihnen zum Einsatz komme.

Rassistische Chats: Justizbeamter aus Nordrhein-Westfalen verliert Beamtenstatus

Weil er in Chats mit anderen Justizbeamten rassistische Inhalte verbreitete, verliert ein früherer Justizvollzugsbeamter aus Nordrhein-Westfalen seinen Beamtenstatus. Er habe gegen die Pflicht verstoßen, der für seinen Beruf notwendigen Achtung und dem Vertrauen gerecht zu werden, entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag. Einen Kollegen des Manns stufte es um ein Amt zurück. (Az. 2 C 2.26 und 2 C 4.26)

PHP-Sicherheitslücke: Wildberger sieht für Bund aktuell keine Hinweise auf Schaden

Nach der Warnung vor einer schwerwiegenden Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP sieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) "keine Hinweise", dass Webseiten und IT-Systeme des Bundes von der PHP-Sicherheitslücke betroffen sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das zentrale IT-Dienstleistungsunternehmen des Bundes (ITZ-Bund) hätten "sehr schnell und klar reagiert", sagte Wildberger am Donnerstag der "Bild"-Zeitung. Wirtschaftsverbände warnten allerdings, dass Unternehmen oft nicht wüssten, wo PHP bei ihnen zum Einsatz komme.

Textgröße ändern: